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1. Herren - die Hinrundenbilanz


By unti - Posted on 17 Dezember 2012

1. Herren - die Hinrundenbilanz

Exakt die Hälfte der Saison ist vorüber. Elf Punkt- und zwei Pokalspiele wurden gespielt. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen und einen Ausblick zu wagen.

Wir haben allen Widrigkeiten getrotzt - so könnte das Fazit abgekürzt lauten. Nach einer durchwachsenden Vorbereitung, kamen wir ausgezeichnet in die Saison. Mit zwei Kantersiegen hoben uns bereits die ersten auf das Meisterschild. Doch nach der Integration von acht neuen Spielern, das ständige Verletzungspech und der Umstand, ständig auf äussere Einflüsse reagieren zu müssen, wurde uns die erste Niederlage beim VfL Tegel eingebracht.
Der ebenfalls jungen Truppe aus der Ex-SG hat der Sieg allerdings nicht gut getan. Die Formkurve zeigt seitdem steil nach unten.
Dann verspielten wir innerhalb einer Woche gleich drei Punkte. Im Derby gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg konnte man sich noch über einen Punktgewinn vor ohrenbetäubender Kulisse freuen.
In der Woche darauf kam dann der Tabellenführer in die Lilli-Henoch. Aufgrund fehlender Kampfkraft und mangelnder Einstellung ging die Partie folgerichtig verloren. Wer jetzt den großen Absturz kommen sah, wurde eines Besseren belehrt.
Denn mit einigen Umstellungen, die wiederum durch erneute Ausfälle notwendig wurden, ist das Team nun seit sechs Spielen ungeschlagen.
Als Sahnehaube gab es unter dem Christbaum nun das Geschenk des BFC Preussen, der seit Wochen schwächelt und nun den überragenden Start noch vermasselte und die Spitzenposition abgeben musste.

Die Konkurrenz ist groß. Auch wenn man es nicht hören wollte, so stehen nun genau die Teams im oberen Tabellendrittel, die ich bereits vor der Saison dort prognostiziert hatte. Ganze zwei Punkte trennen die vier Erstplatzierten. Ein einziger Ausrutscher und man kann schon vorentscheidend zurückfallen.

Für mich geht eine sehr anstrengende Hinrunde zu Ende. Derart viele Ausfälle verkraften nicht alle Mannschaften. Unsere aber hat dank ihrer Breite ganz besonders dazu beigetragen, dass wir das Weihnachtsfest als Tabellenführer begehen können.

Die Integration unserer Neuzugänge ist sehr gut gelungen. Man muss als Trainer auch einmal Glück haben mit den Charakteren, die man sich zusammensucht. Menschlich haben wir da voll ins Schwarze getroffen. Sportlich sind wir weiter auf einem guten Weg der Entwicklung. Langsam, aber sicher, entwickeln sich auch wieder Hierarchien innerhalb des Teams, welche notwendig sind, um erfolgreich sein zu können. Nach unserem kleinen Tief Ende Oktober ist die Mannschaft nun gefestigter und kann auch die engen Situationen für sich lösen.

Bryan Bänecke (10/11 Spiele):
Hat sich aufgrund seiner Spielleistungen zur Nummer eins entwickelt. Auch im Mannschaftsumfeld ein wichtiger Multiplikator geworden - wer hätte das vor zwei Jahren gedacht. Ist böse veräppelt worden beim Kalenderkauf. In seinem fehlen tatsächlich alle Donnerstage. ;-)

Thomas Wachtel (8/11 Spiele):
Mit seinem Zahnpastalächeln versetzt er manch weiblichen Fan in Verzückung, mit seinen Reflexen treibt er allerdings manchen Gegner zur Weißglut. Immer gut gelaunt und motiviert.

Darius Finck (3/11 Spiele):
Wäre am 24. August Saisonstart gewesen, die Nummer eins hätte ganz klar Finck geheissen. Trainingsfleissig, mit guten Leistungen aufwartend, hätte kein Weg an ihm vorbeigeführt. Doch dann kam der komplizierte Fingerbruch und damit der Ausfall über Monate. Muss jetzt seinen berühmten Kampfgeist zeigen, um sich einen der beiden Plätze im Tor zu ergattern. Dass er es kann, weiss das Trainerteam. Aber Darius war schon immer ein Arbeitstier und wird auch dieses Tief überwinden, um sich dann mit Spitzenleistungen zurückzumelden.

Marvin Heere (2/11 Spiele):
Der Torhüter des Juniorteams steht in den Startlöchern. Er will - das beweist sein neu entdeckter Trainingsfleiß. Wird den "Alten" gehörig Druck machen, um im nächsten Jahr vollständiges Mitglied der 1. Herren zu werden.

Yves Kuche (11/11 Spiele, 39 Tore gesamt/1 7m/5 Tore im Pokal):
Der Routinier hatte aufgrund studienbedingter Belastungen erhebliche Probleme, sich einzuspielen. Zu gering war die Trainingsbeteiligung, um die Schnittstelle auf dem Feld zu sein. Mittlerweile aber völlig angekommen, bildet er mit Christian Untermann ein perfektes Regisseur-Duo, das
unterschiedlicher nicht sein könnte. Wird mit erhöhtem Trainingspensum gerade in der Crunch-Time der Rückrunde ein wichtiger Faktor werden.

Clemens Sirotenko (10/11, 37/0/3):
Er hat den Boost - und übernimmt mittlerweile die Verantwortung auf dem Feld. Hat sich zur Nummer eins auf der Königsposition entwickelt und wird diesen Weg beständig weitergehen. In der Abwehr noch deutlich Platz nach oben.

Cem Tscherner (5/11, 16/0/7):
Unsere türkische Antwort auf Balu, den Bären. Unser Linkshand-Koloss hat allerdings mit argen Verletzungssorgen zu kämpfen. Ist er wieder fit, kann er der Mannschaft wieder helfen noch gefährlicher aus dem Rückraum zu werden.

Lucien Fischer (11/11, 26/0/3):
Völlig ungewohnte Situation für unseren Ex-MTVer. Von der Statistenrolle in die erste Sechs. Brauchte lange Anlauf, um sich einzugrooven. Beim CHC-Primetimespiel platzte der Knoten und bescherte dem 2-Meter-Hünen sehr viel Spielzeit, Verantwortung und Lob.

Christian Untermann (11/11, 29/1/4):
Nach seiner überragenden A-Jugendsaison, bedurfte es einiges an Zeit, um sich nun vollends auf den Männerbereich zu konzentrieren. Läuft seit zwei Monaten trotz starker Schmerzen im Wurfarm auf und stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Wenn er wieder komplett fit ist, ein wichtiger Jungfaktor, weil universell einsetzbar.

Dennis Ninnemann (11/11, 7/0/3):
Hat für die Rückrunde die Aufgabe, dem Kapitän den Platz streitig zu machen.

Dennis Wittkopf (11/11, 48/22/7):
Stellt sich als physiotherapeutender Spieler voll in den Dienst der Mannschaft und lebt vorbildlich die Rolle, das persönliche hinter das Mannschaftswohl zu stellen. Immer zur Stelle, wenn man ihn braucht. Und der Mann für die Worte ohne Blume.

Martin Berger (11/11, 87/14/8):
Sportlich sicherlich einer der wichtigen Faktoren im Team, um erfolgreich sein zu können. Mittlerweile auch ab und zu auf halb unterwegs, macht er unser Spiel noch ein Stück unberechenbarer für den Gegner. Für uns manchmal auch ;-) Mit positiver Einstellung und auf sich und das Team fokussiert, ist er kaum zu stoppen.

Sebastian Mess (9/11, 3/0/0):
Hat durch allerlei Umstellungen noch Anschlussprobleme. Ist aber bemüht, sich über das Training und Einsätze in der 2. Mannschaft, wo er schon tolle Spiele machte, wieder anzubieten. Wird seine Chance bekommen.

Marcel Buchholz (7/11, 19/0/5):
Ohne Vorbereitung schnell reingekommen und mit seinem 1:1 immer wieder eine Waffe. Seit über einem Monat nun ein Ausfall. Für die Variabilität im Rückraum ein wichtiger Baustein.

Nils Vergin (8/11, 35/0/0):
Der Jüngste im Team ist immer ein Unruheherd. Seit seiner Knieverletzung ist sein Fehlen deutlich merkbar auf dem linken Flügel. Trainingsfleiß steht auf meinem Wunschzettel.

Carsten Schaub (8/11, 9/0/3):
Eine absolute Bereicherung für die Mannschaft und den Verein. Herrlich uneitel, was den eigenen Einsatz anbelangt. Hat auch schon Spiele für die anderen Herrenteams geliefert, um zu helfen.
In der Ausübung seiner Mannschaftsaufgabe (Flüssigkeitsbeauftragter) kamen allerdings die ersten kritischen Stimmen auf ;-)

Denny Groth (8/11, 14/0/0):
Lange mit einem Muskelriss kämpfend, kam der Kapitän erst spät ins Team. Findet langsam seine Form wieder. In der Abwehr der uneingeschränkte Chef. Hat sein Sozialprojekt in Peter gefunden.

Peter Köpke (6/11, 20/0/12):
Arbeitsbedingt kaum im Training, hat sich Köpke mit seiner Art allerdings trotzdem schnell in die Herzen der Fans gespielt. Sicherlich gehört er zu den Stimmungsmachern der Mannschaft. Mit erhöhtem Trainingsaufwand wäre er noch effektiver und würde neben den wichtigen, auch mal die einfachen Treffer machen. ;-)

Nils Wildau (4/11, 4/0/0):
Vorbild, Vorbild und nochmals Vorbild. Trainiert wie ein Wahnsinniger, spielt jedes Wochenende bis zu drei Spiele udn stellt sich total in den Dienst der Mannschaft. Der Kapitän des Juniorteams hat bereits deutlich gezeigt, warum man an ihm nicht vorbeikommt und auch für die kommende Saison mit ihm planen muss.

Enrico Kempe (1/11):
Auch wenn es nicht zu einem Einsatz kam, stellte sich der ehemalige Rückraum-Shooter der 1. Herren für den Notfall zur Verfügung. Tolle Geste!

Florian Weißenberg (0/11):
Mit großen Hoffnungen nach Berlin gekommen, liessen sich Studium und Handball nicht mehr unter einen Hut bekommen. Hinzu kam eine Knieverletzung. Florian hat seine Handballschuhe bei uns an den Nagel gehangen.

Wir erzielten in 11 Punktspielen 333 Treffer (30,27 im Schnitt) und fingen uns 279 Gegentore (25,36).
Weder stellen wir den besten Angriff (Rotation mit 344 Treffern), noch die beste Defensive (262 Gegentreffer für Preussen). Mit fünf Minuspunkten haben wir zwei Punkte mehr verloren, als wir in unserem Forecast eingerechnet hatten. In der Rückrunde gilt es nun, die Spannung zu halten, die uns die letzten Wochen so erfolgreich gemacht hat. Ebenso sollten wir aus den Fehlern der Hinrunde gelernt haben. Wenn sich alle Teile auf ihre bevorstehenden Aufgaben vernünftig vorbereiten, steht einem erfolgreichen Saisonende nichts im Wege. Das Wissen, dass wir im Training, als auch in den Spielen noch Luft nach oben haben, macht uns optimistisch, dass die Mannschaft dies für sich nutzt.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns in der ersten Hälfte der Saison so unterstützt haben. In der Rückrunde wird es darauf ankommen, ob wir noch mehr Unterstützung aus den eigenen Vereinsmannschaften erfahren. Denn diese wird nötig werden, wenn wir erfolgreich sein wollen.

Ich verabschiede mich für dieses Jahr 2012 von Ihnen, liebe Leser, und bedanke mich dafür, dass Sie stets mit großem Interesse unsere Aktivitäten auf der Homepage und in den Social Networks verfolgen.

Ein besinnliches Weihnachtsfest wünscht Ihnen allen,

Daniel Untermann
Trainer

Bild || Liesa Fuchs

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