Viking-Reifen – Sportlich. Stark. Sicher

17 Sekunden sind lang, sehr lang...


By ultra - Posted on 28 Januar 2014

17 Sekunden sind lang, sehr lang...

Die Marschroute für das Spiel war vorgegeben, ein Sieg sollte her. Die TSG Lübbenau konnte sich im Hinspiel knapp behaupten. Diesmal wollten wir die zwei Punkte behalten.
Bis in die Haarspitzen motiviert gingen wir in das Spiel. Bis zum 4:4 liefen beide Mannschaften nebeneinander her und machten es dem Gegner nicht sonderlich schwer, zum Torerfolg zu gelangen.
Dann folgten kurz hintereinander drei Zeitstrafen für uns. Aus der folgenden Vier-gegen-sechs-Situation konnte Lübbenau einen drei Tore Vorsprung erspielen (4:7). Direkt im Anschluß fanden wir uns erneut in einer doppelten Unterzahl, so stand es 5:10 und wir mussten Moral beweisen. Dass wir das können, haben wir in dieser Saison öfter bewiesen. So kämpften wir uns gestützt von einem bärenstarken Marvin Heere heran. Beim Stand von 9:12 nahm Gästetrainer Schelletter eine Auszeit. Diese bremste uns wieder ein wenig aus und so ging es beim Stand von 10:14 in die Kabinen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sah alles danach aus, als würden die Gäste die zwei Punkte mit nach Hause nehmen. Innerhalb kürzester Zeit stand es 11:17. Nils Vergin läutete mit einem sicher verwandelten Strafwurf die erneute Aufholjagd ein. Beim Stand von 15:17 zogen die Lübbenauer die grüne Karte. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade acht Minuten gespielt. Diesmal blieben wir aber am Drücker, allen voran Marvin Heere mit seinem dritten parierten Siebenmeter. 17:18 und 21:22 waren die weiteren Zwischenstände. 20 Minuten waren gespielt, als wir beim Stand von 24:23 zum ersten Mal in diesem Spiel die Führung übernahmen. Sechs Minuten vor Ende der Partie erhielt Moritz Metelmann nach seiner dritten Zeitstrafe die rote Karte. Die Stimmung in der gut gefüllten Halle erreichte ihren Höhepunkt, als Marvin Heere vier Minuten vor Schluss einen sogenannten 100 prozentigen der Gäste entschärfte und wir im Gegenzug das 28:26 erzielten.
17 Sekunden vor dem Ende bei einem Spielstand von 29:28, nahmen wir unsere Auszeit. Leider war das Glück nicht auf unserer Seite und so ging der letzte Wurf an den Pfosten. Die Gäste schalteten schnell und erzielten das 29:29.

Aufstellung: Metelmann 5, Longardt, Vergin 10/6, Schmidt, Untermann, Kuche 3, Heere, Fischer, Groth, Marschall 6, Bänecke, Wildau 5, Wolf, Lasarzik

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Das -wie erwartet- kampfbetonte Spiel endete glücklich, aber den gesamten Spielverlauf betrachtet, nicht unverdient, mit einer Punkteteilung.

Hoch motiviert und konzentriert gingen beide Mannschaften ins Spiel. Auf den Zuschauerrängen war ein leichter Vorteil für die Lübbenauer zu erkennen. Etwa 50 Fans begleiteten unser Team nach Berlin und sorgten zusätzlich für Unterstützung.

Die ersten sechs Spielminuten bis zum 4:4 verliefen ausgeglichen. Jetzt begann eine Phase, wo sich unser Team auf 4 bis 5 Tore absetzten konnte. Nach 18 Spielminuten stand es 5:10 und 7: 11 nach 22 Minuten. Hier nutzten wir konsequent unser Überzahlspiel, denn die Berliner erhielten viele Zeitstrafen, da sie oft im Zweikampfverhalten gegen unsere dynamisch agierenden Spieler Christoph Wilde und Rene Sewald das Nachsehen hatten. Torhüter Florian Verhoeven gab durch eine solide Leistung der Mannschaft Sicherheit, und Christopher Perschk verwandelte seine Würfe sicher.

Polizei SV wechselte nun ihren Torhüter, der dafür sorgte, dass sich der Abstand nicht vergrößerte. In dieser Phase haben wir es versäumt, unseren Vorsprung weiter auszubauen. Somit ging es mit einem Spielstand von 10:14 in die Kabine.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnittes wurde der bis dahin auf Lübbenauer Seite erfolgreichste Spieler Christoph Wilde in Manndeckung genommen. An dieser, für Lübbenau nicht überraschenden Situation, hatte man in den letzten Wochen im Training viel gearbeitet. Die Taktik wurde gut umgesetzt, aber man scheiterte erneut oft am Berliner Torwart. Berlin kämpfte sich Tor um Tor heran und der Vorsprung von 11:17 schmolz über die Stationen 14:17 und 17:19 dahin.

Die Einwechselung von Dustin Trenkmann brachte im Angriff Entlastung. Er hat seit langem, wieder einmal Akzente gesetzt und war selbst auch mit 4 Treffern erfolgreich. Die Probleme lagen nun in der Deckung. Hier kamen die Rückraumspieler von Berlin oft ohne Gegenwehr frei zum Wurf. Das Zusammenspiel im Blockverhalten mit dem Torwart war auch nicht optimal. Die hohe Anzahl von erhaltenen Strafwürfen (insgesamt 8) konnte Berlin alle in souveräner Manier verwandel.

Beim Stand von 24:23 in der 52 Minute, lag der PSV erstmals in Führung. Die letzten Minuten verliefen recht ausgeglichen, die Führung von Berlin konnte stets ausgeglichen werden. Endlich wurden auch unsere Strafwürfe durch Rene Sewald sicher verwandeln. In der 59. Minute ging der PSV mit 29:28 erneut in Führung. Ihr letzter Angriff konnte abgewehrt werden und durch einen beherzten Alleingang von Christoph Wilde zwei Sekunden vor Spielschluss, wurde der vielumjubelte Ausgleich erzielt.

S. Schelletter

Quelle: http://www.tsgluebbenau-handball.de

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