Viking-Reifen – Sportlich. Stark. Sicher

2 mit „Normalform“ reichen nicht gegen gute Rotationer


By ultra - Posted on 14 Oktober 2014

2 mit „Normalform“ reichen nicht gegen gute Rotationer

Es war angerichtet, gut gefüllte Halle, topmotivierter Gegner und… wir mit Badelatschen!!! Zumindest in der der ersten Halbzeit war von wirklicher Derbystimmung auf unserer Seite nichts zu spüren. Das Spiel plätscherte gefühlsmäßig an uns vorbei, viele technische Regelfehler, jede Menge Fehlwürfe und keine gut organisierte Abwehr.

Das Spiel war sicherlich kein Handball-Leckerbissen, trotzdem hatte man immer das Gefühl, dass die Rotationer immer etwas mehr aus sich raus holten um das Spiel zu gewinnen. Bis zur Halbzeit wechselte die Führung immer hin und her. Einfache Tore gelangen uns nur durch Nils Wildau, ob als Konter oder auf seiner Seite aus dem Positionsspiel heraus. Mit einem Tor Rückstand (13:14) ging es zum Pausentee.
Wir kamen gut aus der Kabine und konnten uns bis auf 14:17 absetzen. Nur leider hielten wir das Niveau nicht lange und die Prenzelberger glichen bei 19:19 wieder aus. Auf unserer Seite hielt uns Christian Untermann mit mehreren Einzelaktionen weiter im Spiel. Nur leider war vom Rest unserer Rückraumspielern nichts zu sehen. Denny Groth versuchte sich mit allen Mitteln gegen die Niederlage zu stemmen und versuchte für unsere „Langen“ Platz zu schaffen, leider an diesem Tag vergebens. Die Jungs aus der Seelenbinderhalle gingen nun in Führung und gaben diese auch bis zum Abpfiff nicht mehr aus der Hand (26:25). Leider konnte der in der 2. Hälfte besser aufgelegte Bryan Bänecke, den freien Ball nach einer Freiwurfvariante nicht parieren. Und so kam es zur 2. Saisonniederlage der PSV Mannen.
„Eines müssen wir langsam verstehen, wir können niemanden aus dieser Liga nur mit Badelatschen schlagen. Die Jungs können hier alle Handball spielen und wir müssen jetzt nächste Woche zeigen, dass wir auch einen anderen Ball spielen können. Denn das heute war nicht das wahre Gesicht meiner Jungs“ resümierte Cheftrainer Rainer Untermann nach dem Spiel.

Tags
Bild des Benutzers ultra

Die Punkte bleiben hier.

Um ca. 17:20 Uhr musste Becker im Tor ein letztes Mal volle Körperspannung aufbringen. Der Abpfiff eines denkwürdigen Spiels ertönte und eine grölende Meute an Mannschaftskollegen suchte ein Ventil, um die angesammelten Emotionen loszuwerden. Wir hatten gerade PSV geklatscht und das hat ganz schön Spaß gemacht!

Die waren aber auch selber Schuld. Wer bei einem Auswärtsspiel die Musik in der Kabine lauter dreht als der Gastgeber selbst, braucht halt mal eine Respektschelle. Die Lektion begann pünktlich um 16:00 Uhr in einem bis unters Hallendach gefüllten Velodrom. In einer ausgeglichenen Anfangsphase mit wechselnden Führungen rieben sich zunächst beide Teams an den gegnerischen Abwehrreihen auf. Viele Tore beider Sporttrupps entstanden durch Fehler des jeweiligen Gegners und daraus resultierenden Gegenstößen. Schon da war klar: Dieses Spiel wird heute nur über die Abwehr gewonnen. Mitte der zweiten Halbzeit konnten wir uns erstmals auf zwei Tore absetzen und diesen Vorsprung auch bis kurz vor Pausentee verteidigen. Wohlgemerkt, kurz vor Pausentee. Jetzt wurde es skurril. Nach eigentlichem Ballgewinn schmiss Becker eine graziöse Bogenlampe Richtung Alex, der sich sogleich auf den Weg zur drei Tore Führung machen wollte, jedoch von den Feldherrschern in blau zurückgepfiffen wurde. Stattdessen wurde Becker für zwei Minuten des Feldes verwiesen und seine Bogenlampe als „Ball wegschmeißen“ interpretiert. Statt drei vor, ging es dann mit nur einem vor in die Kabine. 14:13.

Der zweite Durchgang sollte also für uns in Unterzahl beginnen. Klare Marschroute somit zunächst: Nur der Rechtshänder auf Rechtsaußen von PSV und wirklich auch nur der, hat unsere Erlaubnis auf’s Tor zu werfen. Passtäuschung auf der Mitte, Halblinks stößt durch, Tor. Guten Morgen. Auch im Angriff taten wir uns zunächst schwer und PSV konnte nach dem Ausgleich nachlegen und erstmalig mit drei Toren in Führung gehen. Jetzt war auch der fleißige Trommler auf der Tribüne wieder aufgewacht und hämmerte ordentlich in die Bongos. Gerade rechtzeitig, wir wurden wieder wach. Endlich wieder in Gleichzahl, fanden wir über unsere Auftakthandlungen wieder ins Spiel. Drei Mal in Folge konnte unser stark aufspielender Stulle einnetzten und den Rückstand in der 40. Minute egalisieren. Die letzten 20 Minuten wurden zu einer puren Abwehrschlacht. Wie es sich für ein Derby gehört, reihte sich Zeitstrafe an Zeitstrafe und machte es so für das Publikum ein bisschen übersichtlicher. An dieser Stelle sei gesagt: Das Spiel war keinesfalls unfair. Beide Mannschaften teilten aus und waren im Gegenzug auch bereit mal geschubst zu werden. Ähnlich wie in der ersten Halbzeit waren wechselnde Führungen an der Tagesordnung, ehe PSV 5 Minuten vor Schluss das Momentum auf ihrer Seite glaubte. Nach verworfenem Strafwurf unsererseits, lag PSV ein Tor in Front und war in Ballbesitz. Doch wir wollten heute einfach den Sieg noch ein bisschen mehr. Mit einer Parade von Becker und dem Ausgleich im Gegenzug waren wir wieder im Spiel und schafften es tatsächlich, uns eine komfortable Siegchance zu erarbeiten. Noch eine Minute zu spielen, wir hatten den Ball und es stand unentschieden. Becker hat wieder einmal überragend pariert und sich sein Steak im Nachgang redlich verdient. Auszeit. Alle nochmal durchatmen und dann Freiwurf-Trick 123. Heißt der überhaupt 123? Egal. Jedenfalls ging er rein! Aus den verbleibenden 14 Sekunden machte PSV nichts mehr und wir begaben uns in Jubelekstase. 26:25, Derbysieger!

Großes Dankeschön an die Anhängerschaft. Das war ein echter Hexenkessel!

Patric(9), Alex(5), Max Rahn(5), Jonas P.(2), Max Koch(2), David, Matthi und Jonas B.(alle je 1)

Quelle: https://www.facebook.com/pages/SG-Rotation-Prenzlauer-Berg-eV-Handball-/...

Mitglied im

Deutscher Handball Bund

Handball Verband Berlin

Freiwilliges Soziales Jahr