Viking-Reifen – Sportlich. Stark. Sicher

Auf ein Wort - der Kapitän hat das letzte...


By unti - Posted on 23 Februar 2012

Auf ein Wort - der Kapitän hat das letzte...

Die Videos wurden 100-mal angeschaut, noch ein Blick über die letzten Fotos die man gemeinsam geschossen hat und noch einmal all die Erinnerungen an die nervenzehrenden Spiele der Saison. Egal welches Mitglied des Juniorteams es ist, alle sehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück auf die Zeit die sie bei diesem Team verbringen durften. Nun ist mittlerweile fast eine Woche vergangen und man hat das erste Mal so wirklich realisiert, dass man dem PSV Berlin nach langer Zeit wieder einen überregionalen Titel beschert hat.

Dieses Team hatte alles was man braucht, den nötigen Willen, unbändigen Einsatz und das füreinander da sein, so dass es mir als Kapitän dieses Teams sichtlich leicht fiel es zu führen. Schulter an Schulter ging man eine ganze Saison durch die Hallen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern und diese Einheit sollte nie gebrochen werden.

Jetzt bin ich als Kapitän an der Reihe, meine Jungs hier zu würdigen und das Meisterteam im Einzelnen zu würdigen.

1 Darius Finck –
Die Zeit mit Darius als Rückhalt begann bei mir schon in der B-Jugend und schon damals zeichnete sich ab, dass viel Potenzial in ihm steckt. Dies hat er auch diese Saison in vielen Spielen bewiesen und auch wenn auch er seine kleinen Macken hatte, hätte ich ihn nie missen wollen denn er gehörte beim PSV zu einem meiner ersten Wegbegleiter. Jetzt rocken wir gemeinsam bei den Wild Boys.

16 Marvin Heere -
Marvin kam vor dieser Saison neu dazu. Wir alle wussten wie wichtig es ist einen zweiten starken Torhüter zu haben und den haben wir in Marvin gefunden. Immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen und stets noch den Besuch im Q-Dorf im Gesicht zu erkennen, sollten wir viel Spaß mit ihm haben, außer er spielte in meinem Team beim Belohnungsfußball! Danke Marvin für das Jahr! Jetzt ist es an ihm, das kommende Juniorteam mit Glanzparaden nach vorne zu treiben.

2 Lorenz Schmidt -
In der Vorsaison hat er uns glaube ich jeden Wurf eingeschenkt den er sich genommen hat und genau diese Shooterqualitäten sollten ihn auch bei uns berühmt werden lassen. Lorenz ist mir von seiner menschlichen Art her sofort ans Herz gewachsen und genau solche Typen waren es die den Teamgeist erst besonders gemacht haben. Lorenz wird einer der nächstjährigen Leader, er hat schließlich schon dieses Jahr bewiesen, dass er es kann. Wir werden noch viel Freude mit ihm haben.

3 Manuel Borchardt -
Ja, ja der Borchi. Ein Kapitel für sich, denn in die Geschichtsbücher des Juniorteams trägt er sich mit dem Namen Pfandfuchs ein. Egal ob Spiel, Training oder Turnier, er hatte stets die Augen nach dem wertvollen Pfandgut offen und prahlte dann stolz mit den 50 Euro, die er damit kassiert hat. Ich werde die gute Fahrgemeinschaft vermissen. Ich danke Dir Borchi, dass du mir diese Saison einige Verschnaufpausen gegönnt und deine Aufgabe immer gut gelöst hast! Das Denkmal in Altlandsberg ist in Bau!

5 Dennis Bläsche -
Dennis war auch einer derjenigen, die von Anfang an zum Juniorteam dazugehörten. Er zeichnete sich stets durch seine Schnelligkeit und Wurfkraft aus. Die war teilweise so gewaltig, dass auch mal ein Rostocker in Berlin ins Klinikum musste. Schön, dass er trotz neuer Garderobe und Matratzentransporten die Saison bis zum Schluss durchgezogen hat.

6 Nils Wildau -
Ich kannte Nils noch aus Zeiten bei der SG TMBW und wusste, dass er damals schon quirlig und schnell war. Und das sollten seine größten Stärken in dieser Saison sein. Gekommen als Linksaußen und gegangen als absolut sichere Bank auf Rechtsaußen. Er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und im letzten Spiel seine wahnsinnigen Kämpferqualitäten unter Beweis gestellt. Nils wird immer unser Allrounder bleiben und im kommenden Jahr das Juniorteam zu neuen Erfolgen führen.

8 Fritz Reincke -
Über Fritz bleibt mir nur zu sagen, dass er ein Mann für die Zukunft ist. Er hatte einiges an Leid zu durchleben, denn bei uns als Jüngster dabei zu sein heißt: Sklavendienste, Tag für Tag. Ich wünsche dir noch viel Erfolg auf deinem weiteren Weg! Aber immer dran denken: Machen, nicht quatschen!

9 Heiko Strehlow -
Super Persönlichkeit, absolutes Kampfschwein, der Teamgeist in Person, all diese Superlative passen zu Heiko. Er lebt für dieses Team und hat das bis zur letzten Minute getan. Er war ein genialer Kreisläufer, der zum Glück fast immer wusste, wo meine manchmal wirren Pässe hinkommen sollten. Ich weiß, Du bleibst Teil des PSV, denn jemanden wie dich ersetzen geht schlecht! Und dann kann der Weg über kurz oder lang nur zu den Wild Boys führen.

10 Denis Leonov -
Der Russe. Meistens sieht er lustlos aus und so als würde er nicht gerne Handball spielen, doch das ist seine Art sich auszudrücken. Wenn er dann aufs Feld geht, gibt es meist kein Halten mehr. Er zählt auch zu den Spielern der ersten Stunde und ich bin froh ihn über die Jahre in meinem Team gehabt zu haben. Er war ein wichtiges Teil vom Gesamtgerüst.

11 Nils Vergin -
Otto Rehagel ist das Comeback des Jahres?? Ich glaube wohl kaum, denn was Nils nach seiner Rückkehr zum Handball für Leistungen gezeigt hat, kann man nur glauben, wenn man es selber gesehen hat. Würfe aus dem Nullwinkel, Dreher, Heber, aber auch eine Flasche Jägermeister in 15 Minuten Tramfahrt, das alles zeichnet diesen Typen aus. Er wird den den Fans von Juniorteam und Wild Boys noch viel Spaß bereiten, so viel kann sicher sein. Da sollten sich alle anderen Aussen warm anziehen!

13 Cem Tscherner -
Von vielen mit kritischen Augen beobachtet, denn man traute ihm nicht wirklich etwas zu agierte er doch bisher nur als Spieler von der Bank. Doch im Juniorteam sollte sein Durchbruch kommen. Die wuchtigen Würfe aus dem Rückraum und ein beherztes Zupacken in der Abwehr zeichneten Cem aus und er war eine der Geheimwaffen des Juniorteams!

4/14 Alen Hodzic -
Alen und mich verbindet etwas ganz besonderes. Wir waren in den letzten Jahren der Kopf des Teams und haben immer unser Bestmöglichstes getan, um uns zum Sieg zu führen. Dafür danke ich ihm. Er hat mir in diesem Jahr viel Druck von den Schultern genommen und ich war froh, als er sich zu Saisonbeginn nach einem Jahr Verletzungspause wieder fit meldete. Ich werde die Zeit mit Dir nie vergessen, mein Lieblingsausländer! Und ich erwarte Dich bei den Wild Boys, wenn Du in Berlin bleibst.

15 Sebastian Mess -
Vom beschaulichen Bodensee ins partyverrückte Berlin. Er sollte unsere Alex Neldel in ihrer Paraderolle werden. Sebi selbst sagte zu mir, er wüsste gar nicht mehr, wann sein erstes Training hier war. Er hat sich von Anfang an so wohl gefühlt und war auch eine unheimliche Verstärkung am Kreis und in der Abwehr. Doch auch in Sachen Feiern konnte man ihm immer vertrauen. Nach einem halben Jahr dürfte es keinen Berliner Club mehr geben, den Sebi noch nicht kennt. Jetzt wird der Seebub hier studieren und seinen Platz beim PSV sich weiter erkämpfen.

18 Tobias Hoffmann
„ DJ Cowboy, leg deine Platte auf!“ Dieser Satz sollte häufig durch die immer gut gefüllten Busse der Auswärtsfahrten hallen. Tobi wurde in dieser Saison zum Entertainer des Teams, er kam zwar nicht häufig zum Einsatz, aber er war immer mit 100% dabei. Ein Typ wie Tobi machte dieses Team so besonders. Sich selber in den Dienst der Sache stellen, den Erfolg der Mannschaft im Auge, sich selber dabei aber nicht zu wichtig nehmen. Jedes Team braucht einen Tobi.

TW-Trainer Herbert Mühlenbruch
Herbie war und ist die gute Seele des Teams. Immer mit einem offenen Ohr und guten Ratschlägen, steht er jedem Spieler zur Seite. Und immerhin hat er es geschafft aus Torstehern Torhüter zu machen und den Cheftrainer auch mal zu beruhigen. Legendär sind auch seine Geschichten aus einem Land vor unserer Zeit. Danke Herbert!

Physio und Co-Trainer Dennis „Witte“ Wittkopf
Er machte teilweise mehr Meter (wenn auch langsam) als die Spieler und versorgte uns stets mit Tape, Eis, Massagen oder sonstigen physiotherapeutischen Tipps. Er war und ist- denke ich - auch stolz darauf, Teil dieser Truppe gewesen zu sein. Denn immerhin durfte er auch als Spieler schon mal die Erfahrung machen für das Juniorteam zu spielen, allerdings lange vor unserer Zeit und mit einer ganz berühmten Niederlage – Stichwort: grünes Band!

Chefcoach Daniel Untermann
Es war vor drei Jahren lediglich eine Bitte meinerseits, das der PSV im A- & B-Jugendbereich Daniel als Unterstützung dazu holen soll, als sich die Trainer in Wohlgefallen auflösten. Er sagte erst einmal nur für den Rest der Saison zu, doch schnappte sich dann recht schnell das Zepter und sollte uns auch weitere zwei Saisons zu Erfolgen führen.
Sein Credo „ Mit jeder Faser - in jeder Sekunde!“ wurde zum Motto des Teams. Denn wie er es als Trainer uns vorlebte, sollten wir keine Sekunde ein Spiel verloren geben und scheinbar unlösbare Spiele noch drehen. Daniel hat nicht nur Zeit, Engagement und Geld in dieses Team investiert, sondern vor allem sein Herzblut, Liebe zum Detail und seinen Handballverstand. Dafür sind wir ihm als Team unendlich dankbar. Der Titel war der Lohn für all die Mühe, keiner hat ihn sich mehr verdient, als unser Leader.

17 Christian Untermann -
Das Beste kommt zum Schluss. Nein - Spaß bei Seite, denn in diesem Team gab es nie den Besten, der Star des Teams war das Team. Mit totalem Einsatz und Engagement bereiteten diese Jungs mir die schönsten Momente in meiner 14-jährigen Handballkarriere. Ich werde die Zeit mit all den unterschiedlichen Charakteren sehr vermissen und ich gebe ehrlich zu, seit Sonntag mir das Abschiedsvideo noch mehrmals unter Tränen angeguckt zu haben. Denn wir sind eine Familie geworden in der jeder jedem Beiseite steht. Und das nicht nur als Phrasendrescher.

Ich möchte diese Zeit nicht mit einem „Leb wohl!“ beenden, denn das würde den endgültigen Abschied bedeuten. Ich sage „ Auf Wiedersehen!“ zu der stärksten Einheit und dem besten Team aller Zeiten.

Vielen Dank! Ich bin stolz auf uns –

Euer Kapitän
Christian Untermann

Mitglied im

Deutscher Handball Bund

Handball Verband Berlin

Freiwilliges Soziales Jahr