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Die Dauerbrenner im Interview - Darius Finck & Christian Untermann


By unti - Posted on 02 Juli 2012

Die Dauerbrenner im Interview - Darius Finck & Christian Untermann

Wann immer es um Kontinuität und Zuverlässigkeit geht, nennen die Trainer vor allem zwei Akteure. Darius Finck und Christian Untermann.
Beide haben in den vergangenen drei Jahren mit Abstand die meisten Spiele für den Polizei SV Berlin bestritten und waren vor allem in puncto Trainingsbeteiligung und Zeitmanagement immer Vorbild für andere. Vier Silbermedaillen und als Krönung die Goldmedaille im letzten Jahr, waren ihre beeindruckende Bilanz.

Nun sind sie bereits in ihrem dritten Jahr im Kader der ersten Herren, erstmals allerdings als reine Männerspieler. Warum Sie trotz einiger luktrativer Offerten weiter beim PSV blieben, wie sie die Liga sehen und was für sie die Lilli-Henoch-Halle ausmacht, das haben wir in einem Interview gefragt.

Warum habt Ihr Euch für ein weiteres Jahr beim Polizei SV entschieden, trotz anderer Angebote?
Darius Finck: Der Grund warum ich beim PSV geblieben bin, ist ganz einfach. Ich spiele schon seit vielen Jahren in diesem Verein und fühle mich wohl, menschlich und sportlich.
Christian Untermann: Diese Frage lässt sich recht leicht beantworten. Als aller erstes ist da der Aspekt, dass der PSV die letzten 4 Jahre mir das wohl beste Umfeld im Jugendhandball außerhalb der Füchse geboten hat. Ich fühle ich hier rundum wohl und auch das neue Männerteam mit einigen alten aber auch vielen neuen Gesichtern scheint mir für große Aufgaben gewappnet. Aber nicht nur sportlich bin ich ab der nächsten Saison an den PSV gebunden, sondern auch "beruflich", denn ich werde ab dieser Saison bei den Kleinsten des PSV versuchen ihnen meine Mentalität und mein Können als FSJ'ler beizubringen, auf diese Aufgabe freue ich mich besonders!

Wie habt Ihr die letzte Saison empfunden?
D.F.: Die letzte Saison war die beste und prägendste meiner bisherigen Handballkarriere. Nicht nur dass ich in beiden Mannschaften Erfolge feiern konnte, es herrschte auch immer ein Gefühl der Solidarität unter den Teamkameraden. Vor allem in der A-Jugend war das ein maßgeblicher Grund zu unserer Meisterschaft.
C.U.: Da ich in der letzten Saison noch in 2 Spielbetrieben tätig war, sehe ich das natürlich durch 2 verschiedene Augen. Zum einen die A-Jugend Saison mit einem tollen Team, mit dem unbedingten Willen und dem krönenden Abschluss der Meisterschaft. Und auf der anderen Seite die Wild Boys mit berauschenden ersten Wochen, internen Problemen, dem Wiederaufrappeln, aber auch der völligen Unterlegenheit gegen ein deutlich erfahrenderes Team aus Rudow.

Spielt der Polizei SV in der kommenden Saison um den Titel?
D.F.: ICH VERSTEHE DIE FRAGE GAR NICHT!!
C.U.: Wenn nicht jetzt wann dann. Genauso sehe ich es jetz auch. Ich finde, wir haben uns punktuell um den Kern der Mannschaft herum verstärkt und denke, wir werden nur schwer besiegbar sein. Allerdings unter der Voraussetzung das auch alle an das Ziel glauben und an einem Strang ziehen!

Wer ist für Euch der Top-Transfer für diese Saison?
D.F.: Jeder Torhüter. Denn Konkurrenz belebt nicht nur das Geschäft, sie zwingt einen auch, über seine Leistungsgrenzen zu gehen. Das bringt einen einfach weiter.
C.U.: Meine Topzugänge sind meines Erachtens nach zwei Personen. Das soll die anderen aber keinesfalls schlecht machen. Aber ich denke das wir mit Bryan, mit dem ich schon ein Jahr gemeinsam in der OSL spielen durfte, einen sehr erfahrenen, aber auch sehr guten Keeper dazugewonnen haben. Und zum anderen mit Yves wohl die Person dazu gewonnen haben, die einer der Köpfe der Mannschaft sein wird.

Was ist Euer persönliches Ziel?
D.F.: Mein persönliches Ziel ist der Aufstieg in die Ostsee-Spree-Liga und zwei Siege gegen Rotation.
C.U.: Meisterschaft und ein Pokalduell gegen TMBW! Am besten im Final Four! Sollte dies nicht klappen, weil TMBW rausfliegt, ein Pokalduell gegen Rudow als Revanche.

Wer ist der grösste Konkurrent um die Meisterschaft?
D.F.: Jeder Gegner ist gefährlich in dieser Liga, doch die größte Konkurrenz geht von Rotation aus, da die Mannschaft gerade erst abgestiegen ist.
C.U.: Die größte Konkurrenz sehe ich bei uns. Als Team werden wir schwer schlagbar sein. Ansonsten noch in Rotation Prenzlauer Berg. Sie haben sich versucht, eine gute Mannschaft zusammenzubauen, um eben uns ein Bein zu stellen. Ich freue mich hier vor allem auf das Duell mit Matthias Trambow.

Bisher ward ihr ja beide mit Euren Brüdern gemeinsam in einem Team unterwegs. Nun hat Johann Finck das Team verlassen und sich der Reserve des Oranienburger HC angeschlossen. Wie ist das eigentlich, wenn der eigene Bruder der Trainer ist, Christian?
C.U.: Die meisten denken bei dieser Konstellation, ich hätte es immer einfach gesetzt zu sein und würde eh immer spielen. Doch so ist es nicht. Ich muss immer noch ein Stück härter arbeiten als alle anderen im Team, weil Daniel es nicht nur erwartet, sondern um ihm zu beweisen, dass ich sein Vertrauen mir immer wieder verdiene. Geschenkt bekomme ich nichts. Natürlich ecken auch wir aneinander, manchmal heftiger als gedacht. Ich denke, das gehört dazu. Aber die Zusammenarbeit war ja sehr erfolgreich bisher.

Auf welches Spiel freut Ihr Euch am meisten?
D.F.: Am meisten freue ich mich auf das Derby gegen Rotation und hoffe, dass es ein richtiges Handballfest wird.
C.U.: Rotation!

Zum Abschluss von Euch drei Worte zur Lilli-Henoch und ihre Fans?
D.F.: Macht weiter so!
C.U.: Laut, geil, einzigartig!

Wir danken Euch für das Interview und wünschen eine verletzungsfreie und vor allem erfolgreiche Saison!

BILD: Wollen auch künftig gemeinsam erfolgreich zusammen spielen: Darius Finck und Christian Untermann

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