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Ein Punkt für die Geschichtsbücher


By OnRed - Posted on 25 April 2013

Ein Punkt für die Geschichtsbücher

Am kommenden Samstag steigt in der Lilli-Henoch-Halle der letzte Heimspieltag des Polizei SV Berlin. Es soll ein ganz besonderer werden, so jedenfalls der Plan der 1. Herrenmannschaft.

Ein einziger Punkt fehlt den Mannen von Trainerduo Untermann/Schadow noch zum Eintrag in die Meistertafel des Handball-Verbandes Berlin. Seit der Zusammenführung von Ost und West wäre dies der erste Meistertitel, den der Polizei SV für sich allein beanspruchen dürfte. In der Saison 2006/2007 holte man damals noch in der Spielgemeinschaft mit dem VfL Tegel den Titel.

Zu Gast beim letzten Heimauftritt ist die Reserve der SG OSC-Schöneberg-Friedenau, welche dem Abstieg mittlerweile nicht mehr entkommen kann. So kann das Team aus Schöneberg befreit aufspielen und wird nicht nur den Statisten der PSV-Aufstiegsfeier mimen wollen.

Beim Gastgeber will man mit vollstem Einsatz das Spiel und damit dann auch die Meisterkrone gewinnen und die Fans für ihren unglaublichen Support über die Saison beschenken.

Ein letztes Mal vor dieser Heimspielkulisse werden sich neben Martin Berger, auch Dennis Wittkopf, Dennis Ninnemann und Darius Finck präsentieren.

Während Ninnemann - seinem erhöhten Studienaufwand Tribut zollend - zu seinem Heimatverein nach Köpenick zurückkehrt, soll die Trennung von Darius Finck nur eine auf Zeit werden.

Nach seiner schweren Fingerverletzung gab es kaum Gelegenheit, den über Jahre erfolgreichen Jugendtorwart mit entsprechenden Spielanteilen und damit auch einer wachsenden Sicherheit zu versorgen. Trainer Daniel Untermann erhofft sich von dem Wechsel Fincks, dass das Setzen eines Neuimpulses die alten Stärken wieder seine größten Waffen werden.

"Darius hat hier meine vier Jahre beim PSV durchgehend begleitet und war ein ganz großer Garant für die ganzen Erfolge der Jugendteams und den fulminanten Meistertitel des Juniorteams im letzten Jahr. Der Wechsel soll ihn wieder beflügeln und dann freue ich mich, wenn er in einiger Zeit noch stärker zum Polizei SV zurückkehrt. Dass er das kann, dessen bin ich mir ganz sicher. Wir konnten ihm nur nicht das für kommende Saison an Spielanteilen bieten, was er braucht, um die Sicherheit wieder zu bekommen. Das haben wir ganz ehrlich miteinander besprochen und es für die beste Lösung erachtet, sich woanders wieder in den Vordergrund zu spielen, wo die Konkurrenz nicht so groß ist.", so Trainer Untermann, der Finck mit einem lachenden und weinenden Auge vorerst verabschiedet.

Ebenfalls seinen vorerst letzten Auftritt vor heimischem Publikum hat Linksaußen Peter Köpke, welcher in den kommenden Monaten die Zelte in der Hauptstadt abbricht, um sich auf eine lange Reise durch den amerikanischen Kontinent zu begeben. Der Weltenbummler entwickelte sich mit seiner sehr entertainenden Art schnell zu einem Publikumsliebling und brachte die Mannschaft auch in der internen Entwicklung ein großes Stück voran.
Coach Untermann hätte ihn sehr gerne auch in der Oberliga in den eigenen Reihen gewusst, doch kennt er seinen Freund über die Jahre zu gut, um zu wissen, dass der Plan der Kontinentreise so auch durchgezogen wird.

Zu den Nachfolgern dieser Spieler wollte sich das Trainerteam allerdings noch nicht äußern, was einzig daran liegt, "dass diese noch in wichtigen Entscheidungen mit ihren derzeitigen Vereinen stehen. Und man braucht ja keine Götze-Verhältnisse.", so der Chefcoach.

Werden die scheidenden Spieler erst nach dem letzten Saisonspiel bei der offiziellen Aufstiegsfeier verabschiedet, wird am Samstag Co-Trainer Sebastian Schadow aber vor den Fans der Lilli-Henoch-Halle in den Vaterschaftsurlaub geschickt. Schadow war maßgeblich am Umbruch, der Konsolidierung und dem nun erfolgten Wiederaufstieg beteiligt und seinem Kompagnon Untermann "der treuste Partner, den man sich nur vorstellen kann. Ich werde sicherlich mehr als eine Träne verdrücken."

Seinen Part wird in der kommenden Saison Dennis Wittkopf übernehmen, der sich trotz letztjährigem Abschied, nach der Sommerpause doch noch einmal in den Dienst der Mannschaft stellte, als ein Back-Up für Clemens Sirotenko nicht gefunden werden konnte. Da Sirotenko aber eine sehr gute Entwicklung nahm, beschränkten sich Wittkopfs Aufgaben zumeist auf das sichere Verwerten der Siebenmeter. Diese erledigte er meist mit Bravour. Und auch als der deutsche Jonas Källmann trat er im Notfall in Erscheinung. "Dennis hat der Mannschaft mit seiner Bereitschaft schon nur damit geholfen, einfach da zu sein. Dazu ist er erneut Trainingsweltmeister geworden. Das ist aller Ehren wert. Jetzt freue ich mich auf unsere gemeinsame Trainerzeit.", würdigt Untermann die Verdienste seines Schwagers.

Es ist alles angerichtet für einen tollen Saisonabschluss vor eigenem Haus. Nun fehlt nur noch der eine einzige Punkt, mit dem man die Aufstiegs-Saison krönen will. Ein Punkt für die Geschichtsbücher. Samstag 18.00 Uhr - wer nicht dabei ist, verpasst etwas!

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