Viking-Reifen – Sportlich. Stark. Sicher

Erstens kommt es anders …


By ultra - Posted on 22 September 2014

Erstens kommt es anders …

...und zweitens als man denkt!!!

Am Wochenende trafen wir auf die „Oberliga-Reserve“ des TSV Rudow. Diese Mannschaft ist als Landesligameister 13/14 in die Verbandsliga aufgestiegen. Auf dem Papier sollten die Rollen also klar verteilt sein. Allerdings auch nur auf Papier, denn die Südberliner sind eine gut eingespielte Truppe, die sich vor allem durch ihren Team- und Kampfgeist auszeichnet!

In den ersten 30 Minuten stand unsere Deckung gut und im Angriff agierten wir clever und spielten unsere Chancen gut heraus. So konnten die Gastgeber nur bis zum 3:3 wirklich mithalten. Danach konnten wir uns über 3:7 und 4:11 auf 7:13 absetzen. Auch die Auszeit des TSV Rudow konnte nicht viel ändern. Wir spielten wie vor dem Spiel besprochen unseren „Stiefel“ runter und gingen vollkommen verdient mit 8:15 in die Kabine. Es gab ein paar kleine Anweisungen des Trainerteams und vor allem eine Warnung. Der TSV Rudow "wird sich nicht aufgeben und fighten bis zum Umfallen", so hieß es.

Zu Beginn der zweiten Hälfte schien es, als hätten alle verstanden und wir machten genau da weiter, wo wir in Hälfte eins aufgehört hatten. Nach dem 8:17 schlichen sich Nachlässigkeiten ein, die die Gastgeber nutzten, um den Vorsprung Tor um Tor zu verkürzen. Aus 8:17 wurde 12:17, 16:20 und 20:22. In der 17. Spielminute nahmen wir das fällige Timeout. Die Abwehrleistung im Vergleich zur ersten Hälfte erschreckend. Ein löchriger Mittelblock und unnötige Zeitstrafen waren eine Einladung für die Hausherren. Im Angriff spielten wir nunmehr ideenlos, wir fanden kein Mittel gegen die Deckung des Gegners. Es schien als wäre alles was in der Kabine besprochen wurde auch da geblieben. Beim Stand von 23:23 war es dann passiert, NEUN (!) Tore Vorsprung waren Geschichte. Die Rudower legten mit dem Aufwind dieser Aufholjagd gleich nach. So kam es, dass dieses Spiel beim Stand von 28:26 und noch drei Spielminuten gedreht war. Zwar konnten wir noch einmal ausgleichen 29:29, aber sinnbildlich für diese zweite Hälfte bekamen wir den letzten Abpraller nicht zu fassen und die Gastgeber warfen kurz vor Ende das 30:29.

Ein Spiel mit zwei solch unterschiedlichen Halbzeiten hat Seltenheitswert. Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass man dieses Spiel einfach zu früh abgehakt hat und damit den Gegner wieder in die Partie gelassen hat. Wenn der Schalter einmal aus ist, geht er nur schwerlich wieder an.

Aufstehen, Mund abwischen, Ackern, Ackern, Ackern!!! Denn am Sonntag (28.09.) kommt es zum Duell der OSL-Absteiger. Die SG TMBW wird somit der nächste schwere Brocken!!!

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2. Männer machen sich …

In einem wahren Krimi besser als die Polizei erlaubt

Es war eine eigentlich klare Angelegenheit, der PSV, Absteiger aus der Ostseespreeliga gegen uns, wir ja nur der Aufsteiger. Wir waren uns bewusst, dass wir mehr als Alles geben mussten, um mithalten zu können, die PSVèr jung, dynamisch, spritzig, am Ball technisch sehr gut, sollten uns schon eine Nasenspitze voraus sein.

Das Spiel begann sehr ausgeglichen mit jeweils Toren hüben wie drüben. Doch nach dem 4:4 bekam unser Spiel einen Bruch und wir gerieten immer weiter in Rückstand, konnten das schnelle Spiel der Gegner kaum unterbinden und lediglich Burki im Tor, der wieder eine herausragende Leistung ablieferte, war es zu verdanken, dass wir nicht gleich vollends unter die Räder kamen.

Zur Pause stand es dann nicht ganz unverdient 8:15 gegen uns. Acht Tore, au Backe, das war schon verdammt wenig. Es waren die eigenen vielen kleinen Fehler, das schlechtere oder besser ungenauere Passspiel, Fang- und Passfehler und Wurfpech, die in der ersten Halbzeit ausschlaggebend waren.

Trotz allem war die Stimmung zwar leicht bedrückt aber noch lange nicht auf dem Tiefpunkt angekommen. Die Halbzeitanalyse wurde sofort von den Spielern umgesetzt, es war als stünde nun eine ganz andere Truppe auf dem Feld. Hoch konzentriert und mit viel mehr Elan und Durchschlagskraft, als in der ersten Spielhälfte, gelang es den Jungs sich heranzukämpfen. Aus einer sicheren Abwehr heraus gelang endlich auch der Spielaufbau.

Mit einem plötzlich wie wahnsinnig aufdrehenden Pätti auf der Rückraummitte, der das Spiel nicht nur leitete, sondern auch selber sich durch die PSV Abwehr tankte und fast im Alleingang das Spiel drehte. Na ok, nur fast eben, denn natürlich schlossen sich alle Spieler der Leistung an und brachten sich immer öfter erfolgreich ins Spielgeschehen ein.

So schlichen wir uns klammheimlich immer näher an den PSV heran und plötzlich waren wir nach dem Ausgleich auch schon vorbei. Es war eine unfassbare Leistung der Mannschaft, die rannte, kämpfte, sich dagegen warf und unermüdlich um die bessere Position sich stritt.

Ein wenig Zorn zog ich mir dann zu, als ich aus, für mich taktisch logischer Sicht, den überragenden Burki herausnahm und mit Brenne einen kalten Torwart gebracht hatte. Ich hab mir halt dabei was gedacht und da wir ja nun bekanntermaßen gewonnen haben, muss doch alles richtig gewesen sein.

Nein im Ernst, ich bin super stolz auf diese total wahnsinnige Leistung der Mannschaft, ein Jeder hat sich innerhalb des Spieles noch einmal enorm steigern können und auch das dann umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Aufgrund dieser Leistungsexplosion haben wir dann wohl verdient gewonnen, da die PSVèr auch mit unserem Abwehrspiel dann nichts mehr anfangen konnten.

Aufstellung:
Tor: Stefan Burkhardt; Sebastian Brendenahl

Feld: Dennis Harnack 5; Nico Brandt 5; Patrick Faikis; Thomas Grüner 3; Patrick Krüger 7; Nils Purschke; Raphael Klink 8/4; Boris Fechner 2; Jan- Ole Hauschild; Björn Lederer (n.e.); Jonathan Rottschäfer; Danny Huwe

Euer Hagi

Quelle: www.handballrudow.de

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