Viking-Reifen – Sportlich. Stark. Sicher

"Es ist noch viel zu tun!"


By OnRed - Posted on 23 Juli 2013

"Es ist noch viel zu tun!"

Robert Wohlert - im dritten Jahr Fitnesscoach des PSV - bat heute, einen Tag vor dem Startschuss in die spielerische Vorbereitung erneut zu einem ausgiebigen Lauf durch die Stadt. Währenddessen nahm sich Cheftrainer Daniel Untermann Zeit für die Beantwortung der Redaktionsfragen.

Am 15.06. seid Ihr mit der Vorbereitung auf die neue Spielzeit und damit auf die Oberliga Ostsee-Spree gestartet. Warum so früh?
Wir sind nicht früher als sonst gestartet. Einzig der Umstand, dass es keine Pause von zwei Wochen zwischendurch gab, war die Neuerung.

Warum ist die Pause dieses Jahr entfallen?
Wir haben die Jahre zuvor die Erfahrung gemacht, dass die Spieler aufgrund ihrer beruflichen und studienbedingten Verpflichtungen nicht in genau diesen zwei Wochen ihren Urlaub nehmen können. Allerdings hat sich diese Änderung nicht bewährt.

Inwiefern?
Es gab bisweilen so eine große Dichte an Fehlzeiten, dass wir im kommenden Jahr wieder auf die zwei Wochen gehen werden. Das haben wir aus den zurückliegenden Wochen gelernt. Wir hatten mehr Eigeninitiative unserer Spieler erwartet. Wer in der OSL bestehen will, muss mehr tun, muss dahin gehen, wo der Körper auch mal schmerzt. Diesem Schmerz sind einige vollends entgangen. Allerdings gibt es auch gute Beispiele. John Bräunig beispielsweise hat seit seinem Umzug aus Kornwestheim nach Berlin noch keine Einheit verpasst. Andere kennen den Volkspark nicht einmal. Das wird sich dann aber auch entsprechend in der weiteren Vorbereitung widerspiegeln.

Thema Neuzugänge - gehen wir sie doch einfach kurz durch. Einen hast Du selber schon genannt. John Bräunig?
John-Boy, wie unser neuer Linksaussen ganz Walton-like genannt wird, bringt viel Energie mit. Das gefällt mir als Trainer natürlich besonders. Ich bremse lieber mal jemanden ein, als ihn ständig animieren zu müssen. Sportlich arbeiten wir an Fitness und Athletik - vor dem Tor mache ich mir da keine Gedanken. Auf dem Weg zwischen den beiden Neunern ist noch Luft nach oben. Aber wie gesagt, ein Typ, der die Mannschaft mit seinem Dasein bereichert. Nicht umsonst hat er als Bundesfinanzbeamter auch gleich das Kassenamt übertragen bekommen.

Björn Jutzi?
"Mimi" ist ja eigentlich gar nicht so neu. Nach langer Verletzungspause aufgrund eines Kreuzbandrisses hat er sich bei uns im letzten halben Jahr wieder fit gemacht und legt auch oft noch Sonderschichten ein. Diese werden auch notwendig sein, um körperlich in der OSL bestehen zu können. Er wird die Zeit bekommen, sich bei uns einzuspielen.

Florian Longardt?
Für Longi ist der Sprung von der 6. Liga in Brandenburg in die 4. Liga als fast 20-jähriger enorm. Seine Unbekümmertheit wird ihn dabei unterstützen, bald eine echte Verstärkung zu sein. Ganz oben auf der To-Do-Liste steht die körperliche Fitness, die in einem nicht ganz so optimalen Zustand war, als er bei uns ankam. Da ist auch viel Eigeninitiative gefragt. Aber ich denke, er ist bei uns genau richtig, um sich zu entwickeln.

Robert Lasarzik?
Kraft und Fitness sind kein Problem bei Robert. Seine zurückhaltende Art kommt bei der Mannschaft sehr gut an. Jetzt zählt es, nach seinem Urlaub ihn auf unser Spiel zu trimmen. Aber da mache ich mir keine Sorgen, kenne ich Robert ja nun schon ein paar Jahre. Er ist genau der richtige Typ für unser Team und wir das richtige Team für ihn. Das passt.

Und die Rookies - Marvin Heere, Lorenz Schmidt und Nils Wildau?
Alles Leute aus der eigenen Jugend, die nun beweisen müssen, warum sie in den Kader der 1. Herren durften. Ich erwarte deutlich mehr von ihnen, als sie bisher in der Vorbereitung gezeigt haben. Vor allem was die Trainingsbeteiligung angeht. Stimmt diese, mache ich mir absolut keinen Kopf, dass sie sich nicht durchsetzen. Allerdings hätte ich als junger Spieler (lange ist es her Anm. d. Redaktion) alles dafür gegeben, um mich so unentbehrlich wie möglich zu machen.

Wie steht es um die Verletzten?
Mit Christian Untermann (Kreuzband-OP) und Cristian Gherhard (Kreuzband ohne OP) werden uns zum Saisonauftakt zwei wichtige Spieler fehlen. Das kann uns aber innerhalb der Saison dann wieder weiterbringen, wenn beide topfit zurückkehren. Nils Vergin macht auch langsam Fortschritte, muss sich jetzt wieder an den Trainingsumfang gewöhnen. Ich hoffe, er ist am 07. September zur Saisoneröffnung vollständig genesen.

Wo hakt es Deiner Meinung noch?
Ganz klar an der Trainingshäufigkeit. Wir haben in diesem Sommer nicht die gleichen idealen Trainingsbedingungen, wie in den Jahren zuvor, weil uns mit dem Sportforum und der Nostizstraße gleich beide Trainingsstätten über die Ferien nicht zur Verfügung stehen. Warum das Sportforum für uns geschlossen ist und die Füchse munter trainieren dürfen, erschliesst sich mir als Trainer absolut nicht. Umso wichtiger eigentlich, dass die Führungsspieler vorbildlich vorweg gehen und die wenigen gebotenen Möglichkeiten nutzen, sich als Mannschaft zu entwickeln. Und wir müssen personell noch nachlegen auf der Kreisposition. Dort haben wir den passenden Kandidaten, er muss nur noch zusagen. Ich hoffe, das klärt sich in der kommenden Woche. Und natürlich hätte ich mir gewünscht, mit kompletter Kapelle die Spiele gegen die Drittligisten in dieser Woche zu bestreiten, um mal zu schauen, wo wir stehen.

Zum Saisonbeginn erwarten Euch gleich ganz heiße Aufgaben. Erst zu Hause gegen den LHC Cottbus und dann auswärts auf Usedom. Nicht gerade ideal für einen Aufsteiger, oder?
Eines will ich gleich mal für die gesamte Saison feststellen. Keine Mannschaft in der Ostsee-Spree-Liga spielt dort unbegründet. Ergo haben alle die Möglichkeit, sich entsprechend zu beweisen. Dass es riesige Aufgaben sind, gegen solche Starensemble zu bestehen, das steht auf einem anderen Blatt. Aber wir treten da nicht an, um auch nur irgendein Spiel im Vorfeld als verloren zu geben. Ich erwarte wie in den Jahren zuvor auch von meiner Mannschaft, dass sie sich völlig zerreißt für die absoluten Erfolg. 'Mit jeder Faser - in jeder Sekunde' - das war, ist und bleibt mein Motto. Wer diesem nicht folgt, der ist fehl am Platz.

Wer ist Dein Favorit auf den Meistertitel?
Das Team, welches am wenigsten Minuspunkte hat. Ich arbeite dafür, dass wir gegen jeden bestehen können. Wo das am Ende hinführt, werden wir dann sehen.

Das heißt, Euer Saisonziel ist der Klassenerhalt?
Das Saisonziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu holen. Jedes Spiel zu gewinnen ist das Ziel. Als Mannschaft sich zu entwickeln ist das Ziel. All das zusammen ergibt dann den verdienten Platz in der Tabelle - welcher das sein wird, das weiß ich jetzt nicht.

Was wünscht Du Dir für die vor Euch stehende Saison?
Verletzungsfreiheit, Energie, Kraft, vor allem aber, dass der Verein - von den Jüngsten bis zu den "Alten" hinter uns steht und die Halle zu jedem Spiel brodeln lässt. Wir haben ein tolles Projekt vor Augen. Das müssen wir ausnutzen.

Tags

Mitglied im

Deutscher Handball Bund

Handball Verband Berlin

Freiwilliges Soziales Jahr