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IBOT- ein perfekter Abschluss einer perfekten Zeit


By unti - Posted on 10 April 2012

IBOT- ein perfekter Abschluss einer perfekten Zeit

Nun heißt es wohl endgültig Abschied nehmen. 1084 Tage ist es her, dass ich dem PSV beigetreten bin. Ich hatte schöne Zeiten in anderen Vereinen der Berliner Handballwelt, aber was ich in dieser Zeit beim PSV erlebt habe wird mich bis an mein Lebensende prägen.

Hier vereinte sich der Wille zum Siegen mit dem unbändigen Teamgeist von Leuten, die sich Tag für Tag zerreißen für dieses Team. Angefangen beim Trainerteam und aufgehört bei den Eltern.

Und so sollte es also so sein, dass dieses Juniorteam, mit all seinen verschiedenen Charakteren, noch einmal den Weg zusammen aufs Parkett finden sollte.
Und dieser Boden fand sich in der PG-Arena der TG Biberach. Hier wollte das Juniorteam des PSV noch einmal die Fahnen hochhalten und sich auf überregionaler Ebene von der besten Seite präsentieren. Das Internationale Biberacher Oster Turnier ist bekanntlich eines der best besetzten Jugendturniere Deutschlands. So kam es, dass sich das Juniorteam in einer der wohl schwersten Vorrundengruppen mit dem SC Meran, italienischer Meister und dem TSV Wolfschlugen, 3. Platz in der Jugendbundesliga Süd, wieder pfand (in Anlehnung an unseren Pfandfuchs Borchi).

Doch fangen wir erstmal bei der Fahrt nach Biberach an. Als um 7:30 der Bus den Motor startete sollte auch das Projekt den Pokal hochleben lassen starten. Die Hinfahrt wurde so zur Bühne für den DJ Cowboy, der mal wieder bewies, dass seine Zukunft wohl doch auf dem Ballermann liegt. Ein Nils Vergin startete schon im Bus mit einem ordentlichen Tempo. Begleitet von zwei der wohl immer noch treusten Seelen, die das Juniorteam in den letzten Jahren ausgebildet hat, Thimo Strehlow und Cornelius Bartz (Conny wir freuen uns wieder auf dich beim PSV nächste Saison!), sollte auch der Geist der letzten Jahre mit auf diese Fahrt genommen werden.

Als wir dann in Biberach aus dem Bus stiegen, sollte schnell klar werden, dass Berlin da ist. Von verschiedensten Vereinsliedern bis zur Barney Stinson Hymne wurde jedes Lied einmal angestimmt und das Team so schon von ersten weiblichen Beobachtern mit funkelnden Augen angeschmachtet. Und um hier Alen Hodzic zu zitieren: „Ich glaube, kein Team hat so viele Mädels auf Turnieren klar gemacht!“, ja lieber Alen du solltest wieder mal recht behalten.
Aber gut es wurde noch ein sehr fröhlicher Abend begleitet von einer erschreckend schlechten Eröffnungsfeier. Am nächsten Tag hieß es dann um 8 Uhr in der Frühe, sich mit dem SC Meran zu messen. Das Spiel, welches nach wenigen Minuten für unseren Cem schon im Krankenhaus endete, ging leider aufgrund unseres Atems verloren. Zwei Stunden später hieß es dann für eine Überraschung sorgen. Doch der TSV Wolfschlugen erwies sich für eine kleine Nummer zu groß, obwohl man teilweise schönen Handball spielte. Lion, seines Zeichens der wiedergeborene Elvis, sollte sich als Mister 100 % aus dem ersten Tag verabschieden und auch ich ließ mich abfeiern für 11 Tore aus 12 Versuchen, aber im Endeffekt zählte für uns am ersten Tag das Motto einiger unserer alten Weggefährten: „Erlebnis vor Ergebnis!“.

Die Players Party war - sagen wir es so - Erfolgreich! Wer den Club betrat erkannte schnell wer die Berliner waren und wer vom Dorf kam. Mehr brauch man dazu nicht sagen!

Am Sonntag stand dann für uns der Presidents-Cup an. Und diesen sollten wir in jedem Spiel überlegen für uns entscheiden. Eine Minute vor dem Abpfiff nahm Coach Daniel alle 93er vom Feld. Symbolisch übergaben sie den Staffelstab an ihre Nachfolger. Nach Abpfiff des letzten Spiels drehten die 93er noch einmal eine Ehrenrunde in der Halle und ließen sich von den Teamkollegen, die nun in ihre Fußstapfen treten, feiern.

Jetzt kam der Moment, wo der Trainer noch einmal das Wort an alle richtete. Unter Tränen bewies Daniel Untermann noch einmal, was diese Mannschaft über Jahre auch für mich ausgemacht hatte. Hier war jeder mit Herz und Seele dabei und war zu jeder Sekunde bereit sich für den Anderen einzusetzen. Auch beim Kapitän entlud sich nun alle Anspannung, die er in 1084 Tagen für den PSV aufgebaut hatte. Der Rest danach war Freude und Feierei.

Und nun heißt es dann wie anfänglich schon erwähnt Abschied nehmen. Mit einem lachenden Auge, weil ich mich auf meine Zukunft im Handball freue und auf der anderen Seite mit einem weinenden Auge, weil die wohl schönste Zeit eines Handballers endet. Ich danke allen die dabei waren und die diese Zeit zu der gemacht haben, die ich und alle meine Teamkollegen unser ganzes Leben nicht vergessen werden. Jeder Einzelne war ein Mosaik in einem stimmigen und perfekten Bild, welches die Trainer über die Jahre zusammengesetzt haben. Jetzt bleibt dem Kapitän nur noch so viel zu sagen: Machts gut Jungs und zeigt weiterhin was das PSV Juniorteam ausmacht: Einsatz, Wille und Teamgeist! Mit jeder Faser in jeder Sekunde!

Euer Christian, Chrille, Chrissi, Unti (Anmerkung der Redaktion...das ist Markenklau, er meinte Chruschel)

PS: Niemals geht man so ganz!

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