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Interview mit unserem Männer-Coach


By ultra - Posted on 13 September 2018

Zum Saisonauftakt haben wir die Gelegenheit genutzt, um mit dem Sportlichen Leiter und Männer-Trainer Markus Kniehase ein ausgiebiges Interview zu führen:

Hallo Markus!
Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit war lang. Wie hat der Übergang mit der Neuformation (1./2.) geklappt?

Hallo Mario!
Ja, in der Tat war die Vorbereitungszeit mit 12 Wochen deutlich länger und intensiver, als in den letzten Jahren. Das hatte zwei wesentliche Gründe:

1. Mein Ziel war es, den Spielern aus beiden ehemaligen Männermannschaften die nötige Zeit zu geben und Möglichkeiten zu schaffen, sich athletisch auf ein gleichgutes Niveau zu bringen. Jeder Spieler fing am 13.07. bei „0“ an und konnte sich über die Trainingsleistung für den Kader empfehlen.

2. Wir müssen natürlich aufgrund unserer Kaderstruktur (der Großteil ist berufstätig und hat u.a. familiäre Verpflichtungen) schauen, dass wir z.B. Urlaubszeiten und beruflich bedingte Abwesenheiten gut abdecken. Das konnte nur durch eine lange Vorbereitungszeit, ein großes Angebot an Trainingseinheiten (4x pro Woche) und durch Einfordern eines hohen Maßes an Selbstständigkeit der Spieler erfolgen.
Ich habe bereits beim OM-Cup und in den Trainingsspielen während der Vorbereitung gesehen, dass der Aufwand erste „Früchte“ trägt: Wir konnten uns athletisch deutlich verbessern und befinden uns in den handballspezifischen Bereichen auf einem guten Weg.

Was hat dich bei den Neuzugängen am meisten beeindruckt?

Abgänge, wie Sascha, Robert, Darius und Jonas, die ja allesamt in den letzten Jahren Leistungsträger waren, sind natürlich schwer adäquat zu ersetzen.
Mit Martin, Levin und Micha haben wir drei ganz unterschiedliche Charaktere und Spielertypen gewonnen. Beeindruckend ist, dass sie es ohne Anlaufschwierigkeiten geschafft haben, sich in das Team zu integrieren und mittlerweile auch Führungsverantwortung übernehmen.
Zudem sind natürlich die jungen Spieler in der Pflicht, die durch die Abgänge entstandenen Lücken zu schließen – der „Welpenschutz“ ist vorbei!

Wo siehst du die größten Herausforderungen / Entwicklungsfelder in den nächsten Wochen? Und was ist bereits gut gelungen?

Wie bereits anfangs erwähnt, ist uns die athletische Entwicklung gut gelungen. Ich habe auch das Gefühl, dass sich das Team auf „sozialer“ Ebene weiterentwickelt hat.
Wir müssen in den kommenden Wochen weiterhin geduldig und intensiv an den mannschaftstaktischen Feinheiten und Abläufen arbeiten. Jeder einzelne Spieler muss seinem Nebenmann vertrauen können und verstehen lernen, wie er „tickt“. Das sind Dinge, die wir in den Trainingseinheiten anpacken, die sich aber z.T. auch nur durch die Erfahrungen in den Spielen entwickeln. In der Abwehr beispielsweise, lässt sich fehlende Eingespieltheit durch Leidenschaft, Engagement und Erfahrung oft wegmachen, im Angriffsspiel reicht das nicht aus.

Was wünscht du dir für die angelaufene Saison und wo siehst Du Dein Team am 22. Spieltag?

Mein Wunsch für die kommenden Spiele ist, dass wir den Fokus der letzten Wochen beibehalten und uns durch gute Arbeit im Training, in den Spielen dafür belohnen.
Die Verbandliga ist in dieser Saison noch ausgeglichener und Jeder kann Jeden schlagen. Trotz des Verlaufs der letzten Saison, haben wir uns das Saisonziel „Top 5“ gesetzt. Das ist natürlich für die Jungs eine große Herausforderung, aber auch Ansporn zugleich, in jedem Training und jedem Spiel „Vollgas“ zu geben.

Als Sportlicher Leiter steht für Dich auch das große Ganze im Fokus. Welche Themen hast Du Dir persönlich auf die weiß-grüne Fahne geschrieben?

Das momentan übergeordnete Thema als Sportlicher Leiter, ist auch zeitgleich mit meinem persönlichen Ziel für die aktuelle Saison der Männermannschaft verknüpft: Das wir nach wie vor auf der Suche nach einem geeigneten Trainer für die kommende Saison sind, ist ja kein Geheimnis. Von daher möchte ich eine ehrgeizige, sympathische und erfolgshungrige Truppe guten Gewissens an meinen potentiellen Nachfolger übergeben.
Eine erfolgreiche Männermannschaft ist auch immer ein nötiges „Zugpferd“ für eine gute Jugendarbeit. Wir müssen Kinder, Jugendliche und deren Familien wieder mit den Männerspielen begeistern und den Jungen so ein langfristiges Ziel vor Augen halten.
Um das zu fördern werden wir in den nächsten Wochen „Patenschaften“ ins Leben rufen. Männerspieler trainieren dann beispielsweise mit der B-Jugend, A-Jugendliche mit der C-Jugend. Das fördert den Austausch innerhalb des Vereins, die „Kleinen“ können sich von den „Großen“ Dinge abschauen und Tipps holen.
Ansonsten bin ich kein Nostalgiker. Die erfolgreichen Zeiten der 2000er Jahre dürfen keine Last mehr für den Verein sein, wir müssen den Blick nach vorn richten. Zeitgleich müssen wir uns aber bestimmten Dingen bedienen, die uns damals ausgezeichnet haben: So steht die Implementierung eines einheitlichen Jugendkonzepts auf meiner Agenda. Die Vorgabe von Rahmenpunkten soll den Trainern die Arbeit erleichtern und z.B. den Wechsel in die höhere Altersklassen einfacher gestalten.

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Wir wünschen Dir viel Spaß und Erfolg in den kommenden Wochen und Monaten sowie stets ein gutes "Händchen"!

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