Viking-Reifen – Sportlich. Stark. Sicher

Jahresrückblick 2013


By Rakete - Posted on 24 Januar 2014

Jahresrückblick 2013

Hallo liebe Handballfans,

meinen Rückblick auf die Hinrunde der Stadtliga A Saison 2013/2014 der „Zwoten“ des PSV beginne ich eigentlich mit dem Ende: das 34-28 am letzten Spieltag der Hinrunde gegen die HSG Kreuzberg, die letztendlich ausschlaggebend für den Abstieg aus der Landesliga in der Vorsaison war, ist ein absolutes Indiz dafür, was diese Truppe eigentlich im Stande ist zu leisten. Der Matchplan zu diesem Spiel sah es vor, das wir die erste Halbzeit mit einer etwas offensiveren 5-1 Abwehr den Aufstiegsfavoriten aus Kreuzberg ärgern und mürbe machen, um dann in der 2 Halbzeit mit einer 6-0 (plus offensiven Außen) den Gegner zu nerven, zu dominieren und mit einer aggressiven Deckung zu vom Tor fern zu halten. Der Plan ging voll auf. Speziell in dieser 2. Halbzeit, wir sind mit einem 18-20 in die Pause gegangen, zeigte mein Team eine dermaßen gute, dynamische und taktisch intelligente Leistung, das mir als Trainer das Grinsen bis weit in die Nacht nicht mehr aus dem Gesicht zu bekommen war. Dieses Spiel, diese 2. Halbzeit, wir kassierten nur 8(!!!) Gegentore zeigte mir noch deutlicher: dieses Team muss aufsteigen! Dieses Team gehört in die Landesliga.

Schon bei meiner Übernahme (hier nochmal ein Danke an „Pille“, „Unti“ und „Gio“ für das Vertrauen) im Mai war mir eigentlich klar das die „Zwote“ oder das „Gallische Dorf“ (Zitat „Unti“) mehr ist als nur ein Landesliga-Absteiger ist. Schon in der Vorbereitung wuchs dort etwas Großes zusammen. Die Abmeldung der 3. Mannschaft aus dem Spielbetrieb der Stadtligastaffel B war sicherlich nicht optimal für den Verein, gesehen auf das was wir gerade in der 2. vorfinden war es Gold wert. Dort wuchs um die beiden akribisch arbeitenden Kapitäne Micha (oder Achim) Pietzschke und Robert Lau aus zwei Mannschaften nun ein voll funktionierendes Team zusammen. Ein Lob an dieser Stelle auch an die vielleicht etwas schwächeren Spieler im Team. Dafür dass diese Jungs nicht den einfachen Weg zu einem anderen Verein gegangen sind, dafür das diese Jungs sich durch beißen wollten. Gesagt, getan! Bis heute hat kein Spieler die Mannschaft/den Verein aus diesem Kollektiv verlassen, abgesehen vom noch immer verletzten Martin Brand, dem ich auf diesem Wege nochmals eine gute Genesung wünsche und mitteilen möchte: wir erwarten Dich zurück! P.S. Vielleicht solltest Du aber beim BeLoFuBa den Radius des Trainers meiden

Bis heute haben wir eine Trainingsbeteiligung die im Schnitt bei 15 Spielern pro Training liegt. Auch bei den Spielen sind alle Spieler anwesend – sei es auf der Bank oder der Tribüne. Getreu dem Motto: Ein Team – Ein Ziel!

Sicherlich auch großen Anteil am Zusammenhalt und am Erfolg, am Spaß und besonders daran, das ich mich als Spielertrainer speziell während den Spielen etwas mehr auf meine Leistung als Spieler konzentrieren kann, hat mein Co-Trainer MirCo Hellwig. Gab es zu beginn noch ein paar Differenzen, so wuchs mit der Zeit nicht nur ein harmonisches Trainergespann zusammen, sondern auch eine angehende Freundschaft – Merci dafür. Komplettiert wird das Trainerteam von Björn Schmidt als Torwarttrainer und ebenfalls Co-Trainer. Bei Björn hoffe ich das wir ihn bald wieder zwischen den Pfosten sehen und er seine schwierige und lange Verletzungsphase überwindet und ein mindestens genauso sicherer Rückhalt sein wird wie seine beiden Teamkameraden im Tor Stefan Pohl und Sebastian Wilhelm.

Nun wieder etwas mehr zum Handball und zur Hinrunde. Die letzten 4 Wochen vor Saisonbeginn studierten wir ein 4-2 System in der Abwehr ein, das so manchen Gegner in der Vorbereitung vor arge Probleme stellte. Ob bei Testspielen oder bei Turnieren, zu erschreckend waren die guten Leistungen – die „Träumereien“ waren nun Trainingsalltag. Spätestens nach dem ersten Punktspiel bei den Handballfreunden aus Pankow wurden wir zurück auf den Boden der Tatsachen geholt. Das 4-2 System funktionierte urplötzlich nicht mehr. War es der Druck des auserkorenen Ziels Meisterschaft? War es das urlaubsbedingte fehlen von 2-3 wichtigen Akteuren? Diese Frage kann ich bis heute nicht beantworten. Back to the Roots – das war fortan die Devise. Zurück zum 6-0 – auch wenn das meinen Idealen als Trainer absolut nicht entsprach – aber wir waren damit meistens erfolgreich. Nach zwei Siegen gegen Pankow und Pfefferwerk kam es bereits am 3. Spieltag zum Aufeinandertreffen zweier Aufstiegsaspiranten. Rotations „Zwote“ hieß unser Gastgeber. Es war absolut kein schönes Spiel – letztendlich gewann Rotation dank ihrer Cleverness und des größeren Willens, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen.

Im Anschluss an das „Toppspiel“ waren erst einmal 4 Wochen Pause. Am 20.10. war dann Pokalzeit. Die Auslosung zur 2. Hauptrunde bescherte uns einen Verbandsligisten: Turnsport 1911. In einem von beiden Seiten toll geführten Pokalfight entschied wieder das clevere Team die Partie. Knapp, aber sichtlich angetan von der eigenen Leistung, ging das Spiel zwar verlorenen, aber man fühlte sich aufgrund der starken Leistung wie der Gewinner.

Den Schwung aus dem Pokal mitgenommen schlug man den bis Dato punktgleichen ATV zu Berlin deutlich mit 24-16 in eigener Halle und zeigte einmal mehr, warum man die stärkste Abwehr der Liga hat. Die nächste Partie stand an. Stark Ersatzgeschwächt fuhren wir zum Team des SCC. Dort sollten wir die nächste „Lehrstunde“ erhalten. Hier war es nicht die Cleverness die uns besiegte sondern ein robustes SCC-Team, das den Sieg deutlich mehr wollte als wir und uns zeigte, das sie zu unrecht, bis Dato, im Tabellenkeller stand. Ein gutes hatte dieses Spiel dennoch: nur weil man im Pokal knapp an einem Verbandsligisten scheiterte, den ATV deutlich schlug, hieß es noch lange nicht, das man ein Team aus dem unteren Ende der Tabelle im vorbei gehen besiegen kann.

Die Spieltage 6 und 7 entscheiden wir für uns. Adler war ein schwererer Gegner als Gedacht, aber gegen die starken aber Ersatzgeschwächten BTV´ler konnten wir souverän den Sieg nach Hause bringen.

Am 8. Spieltag kam es zum Duell zwischen Platz 2 und Platz 4 – VfV Spandau II gegen den PSV II. Dort bekamen wir eine regelrechte Lektion. Nicht nur sportlich sondern auch was körperbetontes Spiel gegen den Ball und gegen den Gegner bedeutet. Dass einen in Spandau eine gewisse Härte erwartet weiß jeder Berliner Handballer – hofft man doch immer auf 2 Schiedsrichter. Gehofft, eingetroffen. Mehr auch nicht. Endstand 35-27 – für den VfV.

Wie ein geprügelter Hund haben wir die kommenden Trainingseinheiten sehr intensiv geführt, so stand mit Narva nun der nächste „harte Brocken“ bevor. Doch anscheinend tat uns das Spandau Spiel sehr gut. So konnten wir gegen Narva deutlich besser mit der Härte umgehen und siegten recht überzeugend 27-23 in heimischen Gefilden.

Nach einer wirklich schönen und ausgiebigen Weihnachtsfeier, bei der alle Spieler anwesend waren, spielte man beim Tabellenletzten aus Schöneberg vor: OSF IV – PSV II 25-32.

Es folgte die Weihnachtspause und die obligatorische Gewichtszunahme durch Weihnachtsgans und Schokolade en Masse nahm ihren lauf. So traf man sich, der ein oder andere Spieler (oder Trainer) mit etwas mehr Kampfgewicht, nach durchzechter Silvesternacht, hochmotiviert zum Training am 02.01. sowie zum Trainingslager am 04.01. samt Testspiel gegen die 1. Männer der SSG Humboldt. Trainingsziel war fortan das Spiel zu beschleunigen und die 1. Und 2. Welle zu verbessern und als Hauptwaffe zu forcieren, schließlich stand eine Woche später das besagte Toppspiel gegen Kreuzberg an.

Und hiermit bin ich fast am Ende meines Rückblicks. Heute ist Donnerstag der 23.01.2014 – heute Abend ist das Abschlusstraining vor dem Auswärtsspiel am Sonntag gegen den SV Pfefferwerk – auf dem Papier eine klare Sache – allerdings gibt es, wenn man Meister werden will, keine einfachen Spiele.

Abschließend möchte ich noch von unserem Rückrundenauftakt am vergangenen Sonntag gegen die Handballfreunde aus Pankow berichten. Das Pankow ein unangenehmer Gegner ist und sein wird wussten wir nicht erst seit dem knappen Sieg im Hinspiel. Dass sich Pankow aber dermaßen weiterentwickelt und uns vor doch deutlich größere Probleme stellte als noch im Hinspiel zeigte welch gute Arbeit mein Trainerkollege Sven Scheid dort verrichtet. Uns stand eine hochmotivierte und sehr gut und flüssig spielende Pankower Truppe gegenüber, die zur Halbzeit mit 3 Toren Vorsprung gen Kabine gehen durfte. Was meine Truppe dann allerdings ab der ersten Sekunde der 2. Hälfte zeigte, war schier unfassbar. Aus minus 3 machten wir binnen von ein paar Minuten plus 2. Was man in diesen ersten Minuten an Spannung und Einsatz, Wille und Ehrgeiz in der Halle spüren konnte, war Atemberaubend. Jeder kämpfte, jeder fightete, jeder jubelte, jeder feuerte an, das Publikums (hier ein Dank an unseren treuen Anhänger) peitschte uns nach vorne und das alles trug unser Team zu einem aufgrund der starken 2. Halbzeit und einer erneuten EM-Reifen Leistung unseres Keepers Stefan Pohl zu einem ungefährdeten 33-27 Sieg. Wieder zeigte diese Truppe was sie im Stande ist zu leisten. Wie schon eine Woche zuvor und zu beginn meines Artikels.

Darum beende ich mein Resümee nun wieder mit einem Zitat meines Freundes „Unti“: mit jeder Faser, in jeder Sekunde. Ein Team – Ein Ziel - auf zum Aufstieg 2013/2014!

Euer Coach

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