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K.O. im Velodrom


By Heike - Posted on 30 Oktober 2012

K.O. im Velodrom

Am letzten Sonntag hieß es nach langer Punktspielpause auch für die Dritte des PSV Derbytime. Als Vorhut des Spiels unserer Ersten sollten wir im Velodrom auf die zweite Vertretung der SG Rotation Prenzlauer Berg treffen.
Die Vorzeichen waren mal wieder denkbar ungewiss. Von Verletzungen und Ausfällen geplagt mussten kurzfristig noch Spieler rekrutiert werden und auch die Niederlage gegen die SG aus Altglienicke vom letzten Auswärtsspiel war noch im Hinterkopf. Damals hatte man es selbst in der Hand, aber der Wille zum Sieg war nicht da. So wurde das Spiel unglücklich aus den Händen gegeben und die zwei Punkte gingen an den Gegner. Auch das letzte Pokalspiel gegen Borussia Friedrichsfelde, welches nicht so zwingend gewonnen werden konnte, warf kein gutes Licht auf diesen Sonntag. Und auch wenn die SG Rotation erst einen Punkt auf der Habenseite zu stehen hat, so war dieser doch hart erkämpft, schließlich holte man ihn auswärts bei der zweiten Vertretung der SG ASC/ VfV Spandau. Ein wahrhaft unbequemer Gegner.
So war der Respekt und die Unsicherheit am Anfang uns auch anzumerken und es hieß schnell 2:0 für Rotation. Aber man fand sich ins Spiel und so konnte beim Stand von 6:6 erstmals wieder ausgeglichen werden. Aber vor allem in der Abwehr bekamen wir in Hälfte eins die verdeckten Würfe aus der Mitte nicht in den Griff. Immer wieder schaffte es der Gegner auf diesem Weg den Ball im Tor unterzubringen. Hinzu kam, dass die Angriffe nun überhastet und unüberlegt wurden. Zu schnell wurde ohne richtige Chance abgeschlossen und der gegnerische Torhüter hatte leichtes Spiel. Dies nutzte die SG mit einer schnellen ersten Welle, der wir an diesem Tag nichts entgegenzusetzen hatten bzw. nichts entgegensetzen wollten. So stand es folgerichtig zur Halbzeit 18:12 für Rotation.
Zwar startete die zweite Halbzeit erst verheißungsvoll mit einem schnellen Tor für uns, aber es sollte an diesem Nachmittag das letzte Aufbäumen sein. In derselben Manier der ersten Halbzeit ging es in der zweiten Halbzeit weiter, zwar konnten die Würfe aus der Mitte nun weitestgehend verhindert werden und die Abwehr stand anfangs noch stabiler, gelang es uns jedoch nicht das Spiel und den Kampf anzunehmen. Weiterhin ideenlos im Angriff wurden die Bälle weg geworfen und der Gegner hatte über die erste Welle leichtes Spiel. Nach Zwischenständen von 23:15, 25:18 war beim Stand von 26:20 unser Wille gebrochen. Wir wurden nun regelrecht vorgeführt und beim Stand von 33:21 hatte das Elend endlich ein Ende. Ein saft- und kraftloser Untergang.
Mit einer solchen Leistung und vor allem einer solchen Einstellung werden wir in der Stadtliga um den Abstieg kämpfen. Wir haben gute Voraussetzungen. Die Abwehr ist im Positionsangriff stark, bloß es fehlt die Gemeinschaft. Mit gezwungenermaßen immer wieder neuem Kader fällt die Abstimmung zwischen den Spielern und das Entwickeln eines Mannschaftsgefüges schwer. Jeder Einzelne muss nun mit sich ins Gebet gehen und seine Einstellung überdenken. Statt sich zusammenzuraufen wird sich mit Schuldzuweisungen herumgeschlagen. Das man einem Gegner so widerstandslos eine erste Welle überlässt, darf in dieser Liga einfach nicht passieren und bricht uns das Genick.
Es ist dringend ein Ruck in der Mannschaft von Nöten, möchte man nächste Woche beim Duell in heimischer Halle gegen ATV etwas Zählbares holen.

Kader: S. Wilhelm, E. Wilhelm, Kempe (5), Bittrich (3), Fruhrriep (4), Leonov (3), Bläsche, D. (1/1), Bläsche, S. (1), Schneevoigt (2), Gruner (1) und Krell (1)

André

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