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Remis in einem rassigen "Classico"


By ultra - Posted on 25 Februar 2015

Remis in einem rassigen "Classico"

Nach vierwöchiger Spielpause stand für unsere "Erste" am vergangenen Sonntag das ewige Duell gegen die SG TMBW an. Dass sich die Hausherren anders präsentieren würden als noch bei der 36:22-Pleite im Hinspiel war wohl jedem PSVer mehr als klar.

Das Spiel begann munter ohne große Abtastphase, doch es waren primär die Torhüter, welche sich in den ersten Minuten auszeichnen konnten. Die offensive Deckung der "Tempelritter" verfehlte anfangs seine Wirkung nicht. Bei 4:1 nahm Trainer-Fuchs Rainer Untermann eine Auszeit und stellte infolge auf einen siebten Feldspieler im Angriff um. Beim Stand von 5:4 waren wir wieder zurück im Spiel und zwangen somit die Tempelhofer Bank zum Team-Time-Out.

Nach 15 Minuten hagelte es den ersten Platzverweis bei den Tempelhofern und das "Farbenspiel" nahm seinen Lauf. Trotz eigener Zeitstrafen gelang es unserem Team, sich über ein 6:8, 9:11 und 11:14 zur Halbzeit ein wenig abzusetzen.

Die ersten sechs Minuten im zweiten Spielabschnitt spielten wir wie entfesselt und konnten uns auf 13:18 absetzen. Eine weitere Unterzahl und einige unnötige Fehler brachten die Hausherren jedoch wieder auf 18:20 heran. Jetzt war mächtig Stimmung "unter'm Dach" und es keimte die altbekannte Derby-Atmosphäre auf.

Durch die jeweils dritte Zeitstrafe mussten die aufopferungsvoll kämpfenden Lucien Fischer und Nils Vergin auf der Tribüne Platz nehmen. In Minute 53 ging TMBW erstmals mit 24:23 in Führung, welche wir per Strafwurf postwendend egalisieren konnten. Der Verlauf sollte sich noch einmal wiederholen, allerdings mit einer deutlichen prägnanteren Dramaturgie: Nach der erneuten Führung passierte fasst drei Minuten nichts, bis wir wenige Sekunden vor dem Abpfiff unverhofft nochmal in Ballbesitz kamen. Christian Untermann wurde - um es vorsichtig auszudrücken - im Gegenstoß "regelwidrig" von den Beinen geholt. Nervenstark verwandelte Nils Wildau den fälligen Siebenmeter nach dem Abpfiff zu einem glücklichen, aber mehr als verdienten Remis zum 25:25. Kurioserweise wurde das Foul an Christian nicht progressiv geahndet, allerdings gab es noch einen roten Karton für die Bank der Blau-Weißen.

Nach den zuletzt dürftigen Auftritten unserer Mannschaft in der Fremde war das eine tadellose Leistung, bei der Spielfreude, die nötige Einstellung sowie Kampfgeist nie vermisst wurden - Chapeau Jungs!

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In einer eng umkämpften Partie konnte die SG am Sonntagnachmittag dem Tabellendritten einen Punkt abtrotzen. Fest entschlossen, die derbe Hinspielniederlage (22:36) wieder gut zu machen, kam unser Team gut ins Spiel und dominierte über die gut funktionierende Deckung die Anfangsphase (4:1). Coach Untermann griff kurze Zeit später zur Auszeit und schickte mit dem Wiederanpfiff den siebten Feldspieler auf die Platte. Das Mittel griff und die Polizisten übernahmen beim 5:6 erstmals die Führung, die bis zum Halbzeitpfiff noch auf 11:14 ausgebaut werden konnte. Wir hatten inzwischen schon den Sportsfreund Büttner via roter Karte verloren. Da Marcel Kruttasch nicht einsatzfähig war, lag die Linksaußenposition ab Minute 15 brach und musste fortan von Denny Fiddike und Jasper Reinke beackert werden. Trotzdem gab es noch keinen Anlass, den Kopf in den Sand zu stecken. Der PSV reiste ohne größere Wechselmöglichkeiten an, sodass wir auf den konditionellen Vorteil hoffen konnten.
Die Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts fiel derweil zu Gunsten der Gäste aus. Bis auf 13:18 wurde erhöht und die grüne Karte hatte den Weg in die Hände unseres Trainers bereits gefunden. Dann rappelte sich das Team wieder auf. Torsteher und Abwehr wehrten mehrere Angriffsversuche erfolgreich ab und beim 16:18 hatten wir wieder aufgeschlossen. Diesmal führte auch die Auszeit der Gäste nicht zum Bruch in unserem Spiel. Bis zum 21:23 gelang es zwar noch, uns auf Distanz zu halten, dann jedoch drehten wir die Partie auf ein 24:23. Der PSV glich nochmal aus. Beim 25:24 und Ballbesitz 30 Sekunden vor Ende, müssen wir eigentlich abgezockt genug sein, das Spiel nach Hause zu bringen. Leider war das nicht der Fall. Ein Abschluss wenige Sekunden vor Abpfiff auf die Tormitte erlaubte dem Team aus Hohenschönhausen noch einen Gegenstoß, der regelwidrig gestoppt und mit einem Siebenmeter bestraft wurde. Wie das Ergebnis schon erahnen ließ, nutzten den Polizisten die Chance zum Ausgleich vom Punkt. Ob das Foul nun vor oder nach der Sirene stattfand, wurde natürlich von verschiedenen Akteuren in der Halle unterschiedlich bewertet. Was letztlich zählt, ist die Entscheidung der beiden Unparteiischen, die den Strafwurf gaben. Wir müssen uns bei aller Aufregung an die eigene Nase fassen und den Ballbesitz einfach lang genug behaupten.
Allein die letzten 10 Spielminuten angeführt, war das ein verlorener Punkt. Über den gesamtem Spielverlauf aber, war der PSV ein mindestens ebenbürtiger Gegner, der darüber hinaus überwiegend die Führung behaupten konnte. Das Unentschieden ist wohl leistungsgerecht. Mitnehmen können wir neben dem Punkt vor allem die Erkenntnis, dass das Team Moral beweisen kann. Fünf Tore Rückstand um Minute 40 hießen in der Hinrunde noch stets, dass wir ohne Zählbares die Partie beenden. Am Sonntag kämpften wir uns zurück. Es wird nun nötig sein, diesen Kampfgeist bis zum nächsten Sonntag zu konservieren. Dann geht es gegen den aktuell Tabellenletzten BTV. Das Team spielt bisher allerdings eine gute Rückrunde und ist keinesfalls zu unterschätzen.

Quelle: www.sg-tmbw.de

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