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Rot statt Grün - Wild Boys machen Rudow zum Meister


By unti - Posted on 21 April 2012

Rot statt Grün - Wild Boys machen Rudow zum Meister

Oberligatauglich - das waren sie, die Fans des Polizei SV Berlin. Sprichwörtlich mit Pauken und Trompeten gaben sie alles, um ihr Team zum Sieg zu treiben.

Das Spitzenspiel der Verbandsliga bot vor allem in Hälfte eins alles, was ein solches ausmachen muss. Geleitet von den überragenden Schiedsrichtern Thöne/Zupanovic, entwickelte sich die Partie zu einer rassigen Begegnung.

Johann Finck legte los wie die Feuerwehr und markierte drei der ersten vier Treffer, um danach in der Versenkung zu verschwinden. Doch auch seine Teamkameraden wollten mehr, folglich bestimmte der Polizei SV das Geschehen der ersten Halbzeit, ohne sich aber jemals entscheidend absetzen zu können. Zu viele Hochkaräter blieben ungenutzt. Mit einem 12:12 ging es in die Halbzeit.

Trotz Unterzahl kamen die Wild Boys motiviert aus der Kabine, doch was dann geschah, kann nur unter dem Gesichtspunkt "zu grün" abgehandelt werden. Mit drei haarsträubenden Aktionen in Folge gerieten die Polizisten ins Hintertreffen und konnten sich von dieser Last nicht mehr lösen. Doppelte Manndeckung, siebenter Feldspieler, alle Bemühungen des Trainerteams verpufften an einer nicht clever genug agierenden Mannschaft.

Für die Gastgeber aus Rudow war es dann ein Schaulaufen zum Meistertitel, hatten sie mit Lars Schneegaß und André Meyer die spielentscheidenen Leute auf ihrer Seite. Der Abpfiff beim 24:31 (12:12) ging im Jubel der Spieler des TSV Rudow unter, schade, dass dies vom eigenen Publikum so dürftig gewürdigt wurde.

Für die Truppe des PSV ist damit das erste Ziel verfehlt, man erwies sich zwar als PSV-Grün, aber einfach zu grün hinter den Ohren, um ernsthaft den Titel nach Hohenschönhausen zu holen.

"Rudow hat uns dreimal geschlagen, an ihrem Titel gibt es keinerlei Zweifel und ich gratuliere vor allem meinem Freund Bernd Konrad dazu.", fasste Coach Daniel Untermann nach dem Spiel sehr sachlich das Geschehen zusammen.
"Wir haben einfach noch nicht den Entwicklungsstatus, um solch einer alten und erfahrenden Truppe Paroli bieten zu können. Einzig Philipp Pohl hat heute bewiesen, dass er zu Höherem berufen sein könnte.", gab der Trainer zu Protokoll. Dies wurde dann auch beim Blick auf die Torschützen offensichtlich, während beim TSV Gohl (7), Blanke und Schneegaß (je 6) erfolgreich waren, hiessen die erfolgreichsten Torschützen beim Polizei SV Vergin und Untermann (je 4).

Nun gilt es für das Team, sich schnellstens den Mund abzuputzen und die letzten beiden Partien der Saison erfolgreich zu gestalten, will man sich den Vizemeistertitel und die damit (eventuell) verbundene Möglichkeit der Relegation erhalten.

Pohl, Heere; Trambow, Schauer (2), Schmidt (1), Buchholz (2), Jetschni (2), Groth, Vergin (4), Finck (3), Wittkopf (3/2), Berger (3/1), Ninnemann, Untermann (4)

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Viel war im Vorfeld zum Spiel geschrieben worden, so dass alle Beteiligten froh waren,
nun alle offenen Fragen nun auf der Platte klären zu können. Polizei SV war mit der
Maßgabe angereist, uns mit zwölf Toren aus der Halle zu schießen, um den Aufstieg in der
OSL noch selber in der Hand zu haben. Wir hingegen konnten mit dem Selbstbewusstsein
aufspielen, dass wir PSV in der Liga und im Pokal deutlich beherrscht hatten und daher
wussten, wie man diese Mannschaft schlägt. Die Tabellenkonstellation war ganz
Handball-Berlin bewusst. Ein Rudower Sieg bedeutet die Meisterschaft. Unentschieden und
Niederlage würde zu diversen Rechenspielen führen. Coach Tilo Rautenberg machte im Rahmen
seiner ausführlichen Taktikbesprechungen klar, dass er von Rechnen in diesem Fall nix
hält und wir die Geschichte gefälligst in Sack und Tüten zu bringen hätten. Schließlich
hatten sich viele Heim- und Gästefans eingefunden, die gemeinsam mit diversen
interessierten Beobachtern aus Handball-Berlin die Halle aus allen Nähten platzen ließ.

Beide Mannschaften traten mit dem kompletten Personal an. Polizei fand anfangs besser ins
Spiel. Insbesondere über die Halbspieler Finck und Schauer kam der Gast zu leichten
Toren, da diese von Problemen bei der Torwart-Abwehr-Absprache profitierten. Auf unserer
Seite hatte Lars "Schwatte" Schneegaß wie auch im Pokalspiel einen guten Tag erwischt und
sorgte dafür, dass der Rückstand überschaubar blieb. Zu Beginn hatte PSV deutlich mehr
vom Spiel, verzweifelte aber daran, sich nicht weiter als zwei Tore absetzen zu können.
Zudem wurden zur Verwunderung aller nach 15 Minuten die guten Rückraumspieler Finck und
Schauer auf die Bank beordert, was den Angriffsbemühungen der Gäste einen deutlichen
Dämpfer versetzte. Trotz des gut aufgelegten Gäste-Torhüters erzielten wir kurz vor der
Pause unsere erste Führung (12:11). Geschuldet war dieses auch der Tatsache, dass das
schnelle Spiele des Gegners konsequent unterbunden wurde. Zudem wurde das Tempo, wenn
sich keine Gelegenheit zur ersten Welle ergab, durch uns verschleppt. So war es Andre
Mayer, der die einzigen Gegenstoßtore - eigentlich eine Spezialität der Gäste- der ersten
Hälfte erzielt.
Die guten Schiris Thöne/Zupanovic baten nach einer spannenden ersten Halbzeit beim Stand
von 12:12 zum Pausentee.

Zur zweiten Halbzeit erschien Polizei SV dann nur noch körperlich. Nach zehn Minuten
betrug unser Vorsprung bereits fünf Toren (21:16) und es schien nicht so, als würde der
Gast noch etwas gegen die Niederlage unternehmen wollen. Zwischenzeitlich wurde Lars in
Manndeckung genommen und sich so über einen ruhigen Nachmittag an der Mittellinie freute.
Ebenso erfreut über Lars entspannte zweite Halbzeit war Phillip "Gohli" Gohl, der in
Folge dessen ebenso wie Sebastian "Sippo" Heck mit neuen Freiheiten ausgestattet wurde
und diese auch zu Toren nutzte.
Verwunderung ging erneut durch die Reihen, als ab der 44. Minute Polizei beim Stand von
21:18 anfing, den Torwart bei Ballbesitz durch einen zusätzlichen Felspieler zu ersetzen.
Ungünstigerweise bekleidete dieser Spieler mit "Torwart-Laibchen" auch noch die Außen-
oder Kreisläuferposition, so dass der Rückweg zur Auswechselbank sich im weiteren Verlauf
des Öfteren als zu weit erwies. Die Gästemannschaft konnte ihre Feldspielerüberzahl
darüber hinaus auch nicht in Torerfolge ummünzen, da unsere Abwehr durch konsequentes
Schieben einfache Torwürfe erschwerte. So kam der Autor dieses Textes zu seinem ersten
Saisontor mittels eines 50 Meter-Drehers (!) aus dem eigenen Strafraum. Auch Gohli nutzte
die Chance nach Abprallern, um zwei Toren zu erzielen, die der Gästetorhüter von der Bank
bestaunen konnte. Begünstigt durch diese Faktoren, war jedem ab der 50. Minute klar, dass
an diesem Nachmittag keiner die Tabellensituation mehr nachrechnen müsste. Das Spiel
wurde über die Spielstände 27:21 (53. Minute), 29:22 (54. Minute) und 31:23 zum
leistungsgerechten 31:24 Endstand nach Hause geschaukelt. Entsprechend wurde im Anschluss
ausgebiebig gejubelt und das eine oder andere Bier im Rahmen der folgenden
Feierlichkeiten geöffnet. Erwähenswert ist an dieser Stelle noch die Fairness der
Unterlegenen, die sich nicht zu Frustfouls hinreißen ließen und im Anschluss geschlossen
gratulierten.

Die Berliner Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Ostsee-Spree-Liga
kann uns somit zwei Spieltage vor Saisonende niemand mehr nehmen. Es folgen noch die
Spiele in Hermsdorf und zu Hause gegen Schöneberg. Logischerweise wollen wir diese
ebenfalls siegreich gestalten.
Ohne dem Fazit nach dem Saisonabschluss vorweggreifen zu wollen, haben wir im Rahmen
dieses Spiels deutlich gemacht, dass wir diese Saison ganz klar die beste Mannschaft in
der Verbandsliga waren bzw. sind. Hätten wir uns bei den damaligen Tabellenletzten
Hellersdorf und Lichtenrade nicht selber geschlagen, so hätten die Feierlichkeiten schon
deutlich früher stattfinden können ... aber wen interessiert das jetzt noch?

Quelle: www.handballrudow.de

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