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Schlechte Chancenverwertung – Hohe Niederlage


By ultra - Posted on 22 Dezember 2014

Schlechte Chancenverwertung – Hohe Niederlage

Das Spiel ist schnell erzählt... Nach 60 Minuten stand es völlig verdient 30:21. Dass es in Hellersdorf - sonntags um 18 Uhr und ohne Kleber - nie schön ist zu Spielen, das weiss die gesamte Liga. Nur wie wir uns in der 2. Halbzeit verkauft haben, dafür gibt es keine Ausreden.

Im ersten Durchgang konnten wir durch individuelle Einzelaktionen mit den Mannen aus Hellersdorf noch mithalten. Wir gerieten relativ schnell in Rückstand (7:4), so dass Coach Untermann schnell seine Grüne Karte legen musste. Danach konnten wir binnen vier Minuten zum 7:7 ausgleichen. Ab dann war das Spiel mit ständigen Führungswechsel geprägt. Auch in dieser Hälfte verwarfen wir schon Großchancen am laufenden Bande. Das lag zum einen am gut aufgelegten Torhüter des Gegners, sowie an unserer Unvermögenheit den Ball im Tor unterzubringen.

Nach dem Pausentee wollten wir dieses Problem beheben, doch es kam anders! Die Chancenverwertung wurde eher noch schlechter, sodass es auf einmal 19:13 für die Gastgeber stand. Besonders von den Nahwurfpositionen wurden reihenweise 100%ige verworfen. „Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon entschieden, aber noch viel schlimmer war die Emotionslosigkeit auf der Platte“, gab Co-Trainer Wittkopf zu Protokoll. So zeigte die Anzeigetafel zwischenzeitlich sogar 27:18 an, am Ende hieß es 30:21.
„Ohne Mittelmann, Außen und Kreisläufer kann man hier in Hellersdorf nicht gewinnen. Auch unsere Deckung war heute nicht existent. Kompliment an den Gastgeber besonders an der Torsteher, der ein sehr gutes Spiel abgeliefert hat.“ analysierte Rainer Untermann nach dem Spiel.

Trotzdem Wünschen wir allen Fans, Unterstützern und Offiziellen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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Wer Meister werden will, muss in Hellersdorf gewinnen

Das galt schon in der vergangenen Saison, als der BFC Preussen mit einer Niederlage in der Eile einen entscheidenden Schritt in Richtung Vize-Meisterschaft machte. Heute war mit dem PSV der ärgste Verfolger eben jener Preussen zu Gast. Obwohl beim Untermann-Team Lazarzik fehlte, bot man doch eine höherklassig erfahrene Truppe um Groth, Untermann, T. Fröhlich und Fischer auf. Auf unserer Seite fehlte neben bekannten Langzeitausfällen nur der einzige Linkshänder Löprick sowie erneut ein zweiter Keeper. Insgesamt aber mit zwölf Feldspielern eine weitaus bessere Personalie als beim Grottenschmiss vor Wochenfrist in Kreuzberg (32:32).

Vom Coach darauf eingestellt, auf eine höchst robust agierende gegnerische Defensive zu treffen, ging es ins Spiel. Und gleich wurde klar, was gemeint war. Unser Kreis wurde fortwährend hart bearbeitet, sodass diese Anspielstation komplett ausfiel. Da wir bekanntlich auch nicht die Rückraumgranaten zur Verfügung haben, mussten wir den Weg über die Außen suchen, die anfänglich kein gutes Händchen hatten. Gut dagegen unsere Defensive, die dem gefährlichen RR Fischer ständig auf den Füßen stand und diesen fast komplett abmeldete. Da auch Regisseur Untermann nicht von seinem gewohnten Wurfbild abließ, musste auch hier das Heil in Kreis- bzw. Außenanspielen gesucht werden. Anfänglich funktionierte dies, sodass der PSV mit 4:2 in Führung gehen konnte. Mit der Einwechslung Odebrechts, der sein bestes Saisonspiel zeigte, wendete sich das Blatt. Im Alleingang glich er aus, und Hellersdorf blieb nachfolgend immer mit 2-3 Toren in Führung. Kurz vor der Pause (12:10) dann eine harte, wenn auch vertretbare Rote Karte gegen Haude, der seinen Gegenspieler im Sprungwurf destabiliserte, sodass dieser die Körperkontrolle verlor und auf den Boden krachte. Allein diese Formulierung sollte für Kenner des Regelwerks die Richtigkeit der Entscheidung untermauern. Der Gast nutzte die zeitweise sogar doppelte Überzahl zum 12:12-Pausenstand.

Wir wollten diesen Rückschlag ausblenden, uns auf die guten Aspekte der ersten Periode konzentrieren und weiter konsequent auf Tempo spielen. Was dann in der zweiten Halbzeit passierte, erinnerte an den Saisonauftakt gegen TMBW (ebenfalls OSL-Absteiger). Eine herausragende Defensive ließ aus dem Rückraum kaum etwas zu. Und wenn, dann war unser Keeper auf dem Posten. Die Polizisten schienen nervös zu werden, scheiterten nun reihenweise von den Außenpositionen, leisteten sich Fehlabspiele, die uns in die Karten spielten. Man rieb sich die Augen, als nach 45 Minuten ganze drei Gegentreffer notiert werden mussten (19:15) und nach einem gehaltenen Strafwurf schnell auf 23:15 gestellt wurde. Jetzt nur nicht wie gegen Neukölln den Kopf verlieren, war die Devise. Vor drei Wochen hatten wir einen gleichen Vorsprung fast noch verspielt. Heute jedoch nicht. Dem PSV gelang keine echte Aufholjagd mehr, da jeder Treffer mehr oder weniger sofort gekontert werden konnte. Allerdings waren sich unsere Anhänger erst 5 Minuten vor Spielende sicher, dass hier nichts mehr anbrennen sollte und stimmten "Ihr könnt nach Hause fahren" an. Endstand: 30:21, und Coach Ostwald hatte ein kleines Glitzern in den Augen...

Fazit: "Läuft bei uns..." - jedenfalls gegen die "Schwergewichte" der Liga. Immer dann sind wir dazu in der Lage, auch das vorhandene Potential abzurufen. Dass uns die Konstanz abgeht, liegt sicher auch am immer wieder veränderten Personal. Nun gut, 9:13 Punkte nach der Hinrunde sind nicht optimal, wohl aber aller Ehren wert, wenn man bedenkt, dass Mannschaften wie Preussen, PSV und Lichtenrade schon gastierten und folgerichtig nur noch Teams auf Augenhöhe in die wohl unbeliebteste Auswärtshalle der Liga müssen. Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch. Bis nächstes Jahr, Nachbarn!

Tor: Fehling
Feld: Schubert (7), Odebrecht (5), Kunz (5/3), Plotka (4), Fröhlich (3), Basler (3), Wenzel, T. (2) - wir freuen uns auf Brüderchen zur Rückrunde - Zenker (1), Haude, Simmat, Zielinski, Hammer (n.e.)

Zeitstrafen: TuS 3 + 1x Rot - PSV 1
7m: Tus 3/3 - PSV 3/2

Quelle: www.tushellersdorf-handball.de

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