1.Männer in Eberswalde
Artikel aus Sicht des Gegners !
Deutlicher Sieg gegen Polizei SV Berlin
(Oberliga O/S): 1. SV Eberswalde – Polizei SV Berlin 43:32
Eberswalde (hjh) Der 1. SV Eberswalde gewann sein vorgezogenes Heimspiel vom 22. Spieltag gegen den Polizei SV Berlin klar und sicher mit 43:32. Die junge Berliner Mannschaft hatte trotz einer engagierten Spielweise gegen die cleveren Eberswalder Spieler keine Chance und musste noch viel Lehrgeld zahlen. Bis es allerdings zum Anpfiff in der sehr gut gefüllten Eberswalder Sporthalle kam, mussten die Zuschauer 45 Minuten länger warten als vorgesehen. Die beiden Schiedsrichter aus Mecklenburg-Vorpommern standen bei Joachimsthal auf der Autobahn im Stau und kamen erst mit Verspätung in der Halle an.
In seinem ersten Pflichtheimspiel als verantwortlicher Trainer, hatte Heiko Kallies bis auf Florian Smuch (krank) alle übrigen Spieler zur Verfügung. Torhüter Carsten Meyer und Feldspieler Christoph Jähnke kamen aber nicht zum Einsatz. Schon nach 30 Sekunden gingen die Berliner durch einen Konter mit 1:0 in Führung. Thomas Krakow traf zweimal und holte die Führung für den Gastgeber. Beim Stand von 3:4, waren die Gäste noch einmal in Führung, das war gleichzeitig auch ihre letzte in diesem Spiel. Schon in dieser frühen Anfangsphase war das Konzept der Berliner erkennbar. Mit schnellen und überfallartigen Angriffen wollten sie zum Erfolg kommen, was ihnen teilweise auch gelang.
Die Eberswalder konnten ihre knappe Führung (7:5, 8:6, 9:7) nicht ausbauen. Immer wieder kam nach eigenen Treffern, der Polizei SV zu schnellen Gegentoren und hielt die Partie offen. Nach 18 Minuten nahm Trainer Heiko Kallies eine Auszeit und anschließend wurde die Tordifferenz größer. Obwohl Mike Schröder, nach Zbigniéw Podfigurny und Stefan Jähnke, den dritten Siebenmeter für die Gastgeber vergab, zogen die Eberswalder langsam davon. Nach 25 Minuten stand es 14:9 und die Berliner konnten ihr hohes Tempo nicht mehr ganz durchhalten. Der Polizei SV nahm jetzt seine Auszeit. Der 1. SV war jetzt spielerisch klar besser und nutzte dies auch aus. Das 15:10 erzielte der bis dahin noch einzige torlose Eberswalder Feldspieler Max Haida. Sein erstes Tor für den 1. SV motivierte ihn sehr und er legte bis zum Halbzeitpfiff noch drei weitere Treffer nach. In den letzten fünf Minuten blieben die Berliner dabei ohne Torerfolg, das war auch ein Verdienst von Dominik Lindner, der u.a. in dieser Phase einen Siebenmeter und einen Konter hielt. Mit einem klaren und verdienten 19:10 verabschiedeten sich beide Teams in die Halbzeitpause.
Max Haida hatte die beiden letzten Tore vor der Halbzeit erzielt und er war auch der erste Torschütze in der zweiten Halbzeit. Es stand 20:10 und es war schon mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Doch die Berliner zeigten keine Anzeichen von Resignation. Mit einer sehr offensiven Deckung versuchten sie die Eberswalder zu beeindrucken. Als die Barnimer nur mit fünf Feldspielern auf dem Parkett standen, konnte das Gästeteam durch drei schnelle Tore auf 23:16 verkürzen. Auf jedes vom Gastgeber herausgespielte Tor hatten die Hauptstädter eine schnelle Antwort. Nach 45 Minuten waren die Gäste auf 27:22 herangekommen und witterten noch einmal Morgenluft. Aber sie machten auch, bedingt durch ihr hohes Tempo, viele Fehler, die der 1. SV eiskalt ausnutzte.
Alle Eberswalder Feldspieler, bis auf Moritz Assmann, beteiligten sich jetzt am Tore werfen. Die Tordifferenz stieg wieder an (30:22, 35:26) und der 1. SV beherrschte den Gegner klar. In der Endphase kam Nicos Kulitzscher zu seinem Einsatz im Tor des 1. SV und führte sich gleich gut ein. Den Berlinern ging zum Schluss dann etwas die Luft aus und der Gastgeber schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Obwohl in der Endphase nur noch drei Eberswalder Feldspieler auf dem Parkett standen, konnten der Polizei SV keinen entscheidenden Vorteil daraus ziehen. Sogar mit drei Feldspielern konnten die Gastgeber durch Lee-Roy Nietzel ein Tor erzielen. Am Ende stand es 43:32 für den 1. SV Eberswalde und Spieler sowie ihre Fans waren zufrieden. Am kommenden Samstag treffen die Eberswalder in eigener Halle auf die SG Rotation Prenzlauer Berg.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Heiko Kallies (1. SV Eberswalde): „Ich bin mit dem Spiel meiner Mannschaft zufrieden, obwohl es noch einige Mängel gab. Beim Umschalten in die Rückwärtsbewegung und dem zu Rücklaufen waren wir nicht immer im Bilde, deshalb kassierten wir zu viele Gegentore durch Konterangriffe. Im Angriff haben wir uns gut bewegt und das Deckungsverhalten im Positionsspiel war zufriedenstellend.“
Co-Trainer René Schnell (Polizei SV Berlin): „Das Ergebnis fiel aus meiner Sicht zu hoch aus. Meine jungen Spieler sind noch nicht clever genug. Da haben uns die erfahrenen Eberswalde Spieler noch einiges voraus. Leider hat meine Mannschaft ihr Konzept nicht durchgezogen, dadurch sind wir ständig hinterhergelaufen.“
Eberswalde mit: Nicos Kulitzscher, Dominik Lindner, Carsten Meyer - Moritz Assmann, Max Haida (5), Kai Herrmann (9/3), Christoph Jähnke, Stefan Jähnke (4/2), Patrick Kirschner (3), Thomas Krakow (7), Eric Kleiner (2), Lee-Roy Nietzel (4), Zbigniéw Podfigurny (3/1), Mike Schröder (6), Florian Smuch (2/1)
Siebenmeter: Eberswalde 10/6, Polizei SV Berlin 4/3
Zeitstrafen: Eberswalde 8, Polizei SV Berlin 8



