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Die verflixte Zahl 3 und das Derby


By Dierechteklebbe... - Posted on 06 Dezember 2010

Die verflixte Zahl 3 und das Derby

Am Samstag begrüßten wir den Tabellenzweiten aus Friedrichshain in unserer Halle. Narva hatte bis dato nur eine Niederlage, ein Unentschieden und sieben Siege eingefahren. In vielen Spielen konnte Narva dabei ein knappes Ergebnis ins Ziel retten und somit ihre Nervenstärke beweisen. Wir sollten durch diese Vorzeichen gewarnt sein und wollten jede Nachlässigkeit des Gegners bestrafen. Mit dem Bewusstsein, dass wir uns in den letzten Spielen teuer verkauft haben, gingen wir motiviert ins Spiel.

Fast alle Protagonisten vom letzten Wochenende bildeten die Startformation, welche in den Anfangsminuten einfache Tore aus dem Rückraum hinnehmen musste. Narva hatte nicht viel investieren müssen und konnte sich mit 3 Toren absetzen. Nachdem wir etwas Zeit gebraucht haben, um ins Spiel zu finden, konnten wir auf 2 Tore verkürzen, blieben aber nicht konsequent genug und vergaben unsere Chancen durch technische Fehler und ungenutzte Möglichkeiten. Narva nutze unsere Fehler und so zogen sie von 8:10 auf 8:14 zum Pausentee davon.
Wieder einmal sollte in der Kabine der Wille geweckt werden, um endlich alles aus sich herauszuholen und die Selbstsicherheit des Gegners durch einfache Tore zum Wanken zu bringen. Durch eine bessere Abwehr konnten wir mehrere Bälle gewinnen und uns nach 9:15 auf 17:19 herankämpfen. In dieser Phase hatten wir den Gegner empfindlich getroffen und es begann ein munteres Wechselspiel bei Narva. Die notwendige Initialzündung blieb letztendlich aus und wir konnten uns im Angriffsspiel nicht mehr mit dem selben Elan durchsetzen, wie wir uns rangekämpft hatten. Dadurch nahmen wir uns schlechte Würfe und konnten am Ende nur noch auf 20:23 zum Endstand verkürzen.

Ein Fazit nach drei Spielen gegen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte könnte lauten, dass sich der Respekt von den Gegnern erarbeitet werden konnte. Dass man am Ende noch das Nachsehen hat, mag an der Nervenstärke und unserer Uncleverness liegen. Wir konnten zeigen, dass wir in der Liga bestehen können, wenn wir unser Spiel und unsere Konzentration über 60 Minuten durchbringen können. Wenn wir es jetzt noch schaffen, uns für unser Spiel zu belohnen, haben wir nicht nur den Respekt des Gegners sicher. Die nächste Möglichkeit dafür gibt es am Sonntag um 14:30 Uhr gegen den VfL Lichtenrade in der Zescher Straße.

Erst Hui, dann Pfui! – Erste sichert sich 2 Punkte im Derby gegen PSV II...
Stunden nach unserer legendären Weihnachtsfeier stand am frühen Samstagnachmittag bereits wieder Handballspielen auf dem Programm. Gegner und gleichzeitig Gastgeber im Ostberliner Derby war dabei die 2. Vertretung des PSV. Personell gesehen konnten wir dabei wieder aus dem Vollen (wortwörtlich!) schöpfen. Neben Momme, der nach seiner 2-wöchigen Sperre wieder spielberechtigt war, kamen Peter, der unter der Saison von Turnsport zu uns stieß, sowie Blas, den es im Rahmen seines Studiums von Spanien nach Berlin verschlug, zu ihrem ersten Einsatz. Verzichten mussten wir auf Marcus, Felix und Consti, die aus verschiedenen Gründen nicht spielen konnten, sowie Martin und Crille, die ab diesem Spieltag die 2. verstärken werden. Hinzu kam, dass sich Frank aka „der Schienenflüsterer“ Ulbrich nach einem unglücklichen Nachtspaziergang eine schmerzhafte Handverletzung zuzog, die einen Einsatz unmögliche machte.

Die Stimmung in der Kabine war nach den letzten erfolgreichen Spielen und der Weihnachtsfeier sehr gut. Die Tabellenpositionen der beiden Kontrahenten ließen vielleicht ein klares Spiel erwarten. Nach den letzten Spielen von PSV II waren wir jedoch gewarnt, aber dennoch hochmotiviert die beiden Punkte mit nach Friedrichshain zu nehmen. Die Einstellung zum Spiel stimmte von Beginn an, weshalb wir uns schnell einen kleinen 2-Tore-Vorsprung erarbeiten konnten (1:3, 3:5). Aus einer grundsoliden Abwehr mit gesunder Agressivität konnten wir vorne einige positive Akzente setzen. Vor allem unser Rückraum um Marc und Micha sowie Nico zeigten dabei in der ersten Hälfte sehr starke Leistungen. Auch wenn nicht alles klappte, hatten wir den Gegner gut im Griff und konnten unseren Vorsprung somit weiter ausbauen (5:8,6:10). Jeder eingesetzte Spieler fügte sich dabei nahtlos in die Mannschaft ein, weshalb wir die Intensität bis zum Ende der ersten Hälfte beibehalten konnten. PSV II konnte zwar zwischenzeitlich auf 8:10 verkürzen, bevor wir dann die erste Hälfte mit einem 4-Tore-Run zum Abschluss brachten.

Ende 1.HZ: 8:14

Eine bis dahin souveräne Mannschaftsleistung brachte uns eine verdiente Halbzeitführung. Mit einem positivem Gefühl ging es dann auch in die zweite Hälfte. Wir wollten sofort da ansetzen, wo wir in Durchgang Eins aufgehört hatten, um das Spiel schnell zu entscheiden und dem Gegner so jeglichen Ansporn für eine Aufholjagd zu nehmen. Unserem Vorsatz konnten wir jedoch zu keinem Zeitpunkt der 2. Hälfte Taten folgen lassen. Es schien, als hätte die 10-minutige Pause dazu geführt, dass sich Körper und Geist daran erinnern konnten, wo sie in der Nacht zuvor waren und nun schlagartig meinten, auf Katermodus zu schalten. Bis zum 12:18 konnten wir unseren Halbzeitvorsprung zwar halten, aber ansprechend war unsere Leistung da bereits nicht mehr. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr veranstalteten wir ein unansehnliches Rumgegurke. Vorne entschieden wir uns auf die bisher erfolgreichen Auslösehandlungen zu verzichten und uns lieber auf schlecht vorbereitete Einzelaktionen zu konzentrieren. Darüber hinaus stieg die Anzahl der technischen Fehler deutlich an, was - ohne despektierlich zu sein - wahrhaftig nicht an der Abwehrleistung des Gegners lag. Hinten ließen wir nun mehr und mehr die Agressivität vermissen, die in dieser Liga nötig ist, um dem Gegner das Torewerfen zu erschweren. Somit konnte sich der Gegner wieder motivieren und Tor um Tor aufholen. Beim 17:19 waren wir nur noch knapp in Front. An diesem Punkt kann so ein Spiel auch kippen. Dass es an diesem Nachmittag nicht dazu kam, lag daran, dass unsere beiden Torhüter erneut einen sehr starken Tag erwischt hatten und einige Hundertprozenter des Gegners wegfischen konnten. Deren Leistung gab der Mannschaft dann auch den nötigen Rückhalt, um sich etwas Luft zu verschaffen (17:21). Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Das Ergebnis wurde nun bis zum Ende nur noch verwaltet. Endstand 20:23

Fazit: Trotz des deutlichen Leistungsabfalls in der 2. Hälfte konnte der Sieg gesichert werden. Schlussendlich zählt nur das Ergebnis und nach einer Weihnachtsfeier sollte das „Wie“ auch eher nebensächlich sein. Die letzten beiden Spiele des Jahres werden nochmal echte Standortbestimmungen. Den Auftakt machen wir dabei daheim gegen Spandau, anschließend geht es zum klaren Tabellenführer nach Schöneberg. Wir müssen dringend an unserer Konstanz arbeiten, denn ein ähnlicher Spielverlauf wie heute wird in den nächsten beiden Spielen mit Sicherheit bestraft.

Strafen: PSV II 3 NARVA 3
7m: PSV II 1/2 NARVA 2/3

Quelle: http://sg-narva.de/

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