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Die wichtigsten Regeländerungen auf einen Blick


By ultra - Posted on 07 September 2010

Die wichtigsten Regeländerungen auf einen Blick

Neue Regeln ab der Saison 2010/2011! „Was hat sich geändert?“ – eine Darstellung in vereinfachter Form

Quelle: www.hvberlin.de

Trikots
Nur noch Nummern von 1 bis 99 sind erlaubt, auch auf der Trikotvorderseite (nicht mehr ausschließlich nur im Brustbereich. Somit ist der Brustbereich für Werbung uneingeschränkt verwendbar.)
•keine Nummern mit 00, 01, 007 etc.
•Trikots müssen nicht in den Hosen stecken (war aber bisher schon so, ist also keine Änderung)

Kopftücher
Aus religiösen Gründen sind dann Kopftücher erlaubt, wenn sie keine Gefährdung für Trägerin oder Gegner darstellen. Das wurde im DHB-Bereich schon längere Zeit so akzeptiert.

Zusammenprall Torwart–Spieler beim Gegenstoß
Verursacht ein Torwart bei einem Gegenstoß den Zusammenprall mit dem Gegenstoßspieler (d. h. der Torwart bewegt sich auf den Angreifer zu), ist er zu disqualifizieren. Nur der Torwart kann diese gefährliche Situation überblicken und vermeiden, denn genau im Moment einer möglichen Ballannahme wird der Angreifer nach hinten schauen und den Torwart gar nicht wahrnehmen können. Steht der Torwart jedoch deutlich vorher als erster an der Stelle, ist bei Kontakt durch den Angreifer auf Stürmerfoul zu entscheiden.

Korrekte Sperren
Sperren müssen durch Kreisspieler passiv am Gegner gestellt werden. Aktive Sperren (häufig mit Gesäß, Beinen oder Armen) sind als Stürmerfoul zu werten.

Ausschluss
Der „Ausschluss“ bei „Tätlichkeit“ ist entfallen. Stattdessen wurde eine Disqualifikation mit Bericht eingeführt. Das führt im DHB-Bereich automatisch zu einer Zwei-Wochen-Sperre. Weitergehende Sperren können je nach Schwere des Vergehens durch die spielleitende Stelle verhängt werden. „Normale“ Disqualifikationen (= sogenannte Matchstrafen ohne weitere Sperre) gibt es daneben nach wie vor, daran hat sich nichts geändert.

Vergehen in der letzten Spielminute
Besonders in der Schlussphase und unabhängig vom Spielstand haben die „Notbremsen“ zugenommen. Damit wollen Spieler verhindern, dass Gegner in eine klare Torwurfsituation kommen. Das wird ab dem 1.7.2010 grundsätzlich mit einer Disqualifikation mit Bericht geahndet (= Zwei-Wochen-Sperrautomatik, unabhängig davon kann die spielleitende Stelle eine weitergehende Sperre aussprechen).

Gesichtstreffer
Ein Gesichtstreffer beim Siebenmeterwurf am „stehenden“ Torwart hat eine Disqualifikation zur Folge. Gleiches gilt auch bei einem direkt ausgeführten Freiwurf am Abwehrspieler.

Passiv-Warnzeichen
Spielt hierbei die abwehrende Mannschaft weiterhin dauernd auf „Unterbrechung des Spiels“ bzw. des „Spielflusses“, darf nicht auf Passiv entschieden werden. Spielt die Abwehr dagegen möglichst regelkonform, können die SR sehr viel einfacher auf „passiv“ entscheiden. Alle anderen Passiv-Bereiche bleiben unverändert, wurden lediglich neu strukturiert.

Vergehen von der Auswechselbank aus
Greift ein zusätzlicher Spieler (oder Offizieller) bei klarer Torgelegenheit des Gegners ins Spielgeschehen von der Auswechselbank her ein (z. B. durch Betreten des Spielfeldes), so wird neben der dafür vorgeschriebenen Bestrafung durch Siebenmeter auch zwingend eine Disqualifikation mit Bericht (= Zwei-Wochen-Sperrautomatik) fällig. Unabhängig davon kann die spielleitende Stelle eine weitergehende Sperre aussprechen.

Coachingzone
Neu eingeführt wurde eine Coachingzone, die ab 3,5 Meter von der Mittellinie aus bis zu einer hinteren Markierung (in Höhe Siebenmeter-Linie) reicht. Nur hier darf der Trainer dauernhaft coachen. So können Zeitnehmer/Sekretäre am Tisch die Wechselvorgänge deutlich besser einsehen.

Sonstiges
Einschränkungen gibt es bei der Übergabemodalität der „Grüne Karte“ beim TeamTime-Out: Das „Pokern um den richtigen Übergabezeitpunkt“ am Zeitnehmertisch wird somit nicht mehr möglich sein (= siehe auch Coachingzone). Geändert wurden auch die Bestimmungen zur T-Shirt-Farbe bei Offiziellen. Diese darf nicht verwechselbar sein mit den Trikots der gegnerischen Mannschaft.

Mitglied im

Deutscher Handball Bund

Handball Verband Berlin

Freiwilliges Soziales Jahr