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IBOT 2011 - "Schatzi schenk mir ein Foto"


By unti - Posted on 26 April 2011

IBOT 2011 - "Schatzi schenk mir ein Foto"

Es sollte der allerletzte Auftritt des Juniorteams 2010/2011 sein, das Internationale Biberacher Osterturnier. Der Polizei SV Berlin bot als einzige nicht-überregionale Mannschaft allen Gegnern die Stirn und hatte letztendlich mit nur einer einzigen Niederlage das Pech, lediglich Zehnter zu werden.

Karfreitag trafen sich die Spieler um Kapitän Martin Walther um 09.00 Uhr am Sportforum, um ins Schwäbische aufzubrechen. Um Martin Walther? Besser gesagt, alle waren da, nur der Kapitän ließ auf sich warten. Mit ein wenig feiertäglicher Verspätung ging es dann los. Acht Stunden auf der Autobahn, dann prangte das Ortseingangsschild "Biberach a.d. Riß" vor einem. Kaum an der Halle angekommen, wurde das Juniorteam auch schon freudigst erwartet und begrüßt. Das IBOT-Fankomitee hieß die Berliner mit "Schatzi schenk mir ein Foto" in 23-facher Dauerschleife willkommen. Schnell waren die Quartiere bezogen, dann gingen die Junioren auf Entdeckungstour über das großzügige Gelände.

Die Eröffnungsfeier bot auch einiges an Highlights, vor allem der eigene IBOT-Song beeindruckte die Teilnehmer. Zu später Stunde kehrte man dann noch im Vereinsheim der TG Biberach ein und stimmte sich auf ein tolles Wochenende ein.

Samstagfrüh hiess es um 7.30 Uhr dann raus aus den Federn und ab zum Frühstück. Eine wahnsinnige Logistik für 98 Teams, also über 1000 Teilnehmer, die alle "abgefrühstückt" werden mussten.
Zur Frühstückslektüre gehörte an jedem Tisch auch die offizielle IBOT-Zeitung, die jeden mit frischen News, Bildern und Berichten gedruckt und gratis ausgeteilt wurde.

Anschliessend bat Turnier-Co-Trainer und Bald-PSV'er, Dennis Wittkopf, die Mannschaft zur Erwärmung. Bei strahlendem Sonnenschein ging diese auch leicht von der Hand.
Das erste Spiel des Tages sollte gegen den italienischen Meister vom SC Meran gehen. Das Juniorteam spielte die erste Viertelstunde befreit auf und lag folgerichtig deutlich in Führung, bis es durch plötzliche Treffunsicherheit den Faden verlor und die Italiener dadurch wieder ins Spiel brachte.
Letzendlich aber gewann man knapp mit 13:12, was sich im späteren Verlauf noch rächen sollte.

Nach dreistündiger Pause ging es dann gegen das Top-Team aus Montenegro aus Budvanska. Der letztjährige Finalist der IBOT schien im Juniorteam aber ungeahnte kämpferische Qualitäten zu wecken. Mit einer Wahnsinnsleistung kämpfte sich das Team nach vorne, angeführt vom überragenden Trio Melkonyan, Untermann und Heiko Strehlow, der der Hühnen von der Adria das Fürchten in der Deckung lehrte. Die beiden völlig überforderten Schiedsrichterinnen brachten mit haarsträubenden Entscheidungen das Team aus dem Konzept. Doch mit letzter Kraft rettete man einen Punkt beim 15:15 Unentschieden.

Damit war der erste Turniertag sportlich abgeschlossen und man war ungeschlagen. Also wurde dies mit einer wahren Grillorgie gefeiert und zu später Stunde dann die Disco unsicher gemacht, wo sich alle Turnierteilnehmer ausgelassen von den Beats lenken liessen.
Doch auch hier bewies sich das Juniorteam als absolut professionell und kam nicht erst im Morgengrauen aus den Tanzhallen.

Ostersonntag - Tag der Entscheidung. Der Gegner, die SG Altenheim/Ottenheim aus Südbaden, bereits qualifiziert für die Jugendbundesliga, schien schier übermächtig, 4:0 Punkte auf der Habenseite. Turnierfavorit hiess es in den IBOT-News. Doch der PSV Berlin wollte sich nicht geschlagen geben. Die Ausgangslage war klar, ein Sieg und man wäre Gruppenerster und direkt im Viertelfinale, unentschieden würde Zittern bedeuten, Niederlage wäre das Aus.

Mit der besten Leistung des Turniers erspielte sich das Team ein super Polster, musste sich aber immer und immer wieder den eigenwilligen Regelauslegungen der Heimschiedsrichter geschlagen geben. 1:6 Strafwürfe sprachen eine deutliche Sprache.

Mit sechs Toren aber lag man in Front, bis....ja...was ist da eigentlich passiert?! Permanent in Unterzahl, verpasste man nun drei Minuten vor dem Ende, das Spiel zu verschleppen. Trotz Anweisungen von der Bank, den Ball langsam zu machen, wurde oftmals überhastet abgeschlossen und eben nicht verwandelt. Somit starb man den Sekundentod, als 7 Sekunden vor dem Ende ein erneuter Siebenmeter das 14:14 brachte. Man hatte den ersten Platz verspielt.

Schon wenige Stunden später stand dann fest, dass man aufgrund des schlechteren Torverhältnisses nicht im Viertelfinale stand, sondern um die Plätze 9-12 mitmischte. Ungeschlagen und doch nicht weiter - schon kurios.

Also hiess im letzten Spiel des Sonntags gegen den TSV Lichtenau noch einmal zu siegen, um wenigstens das Spiel um Platz neun zu erreichen. Dieses Vorhaben wurde vor allem von Artur Melkonyan mit Bravour umgesetzt. 17:11 lautete das Endergebnis. Und immer noch ungeschlagen.

Nach abendlichem Dinner in der Stadt, gingen die Spieler des Juniorteams dem Halbfinale der Schöneberger beiwohnen und bewiesen sich als echte Sängerknaben. Gemeinsam ging es danach zur Players-Night und diesmal bis in die frühen Morgenstunden.

Mit müden Augen musste nun also das letzte Turnierspiel - eneut gegen die Montenegriner aus Budvanska - absolviert werden. Erneut knapp, erneut umkämpft und über die Schiedsrichter lohnt es sich eigentlich gar nicht zu schreiben. Sie haben sich trotz offizieller Weiterbildung vom Verband an diesem Wochenende deutlich in Szene gesetzt, leider nicht im positiven Sinne.
Kurz vor dem umkämpften Ende lag der PSV mit zwei Toren hinten, Spielmacher Untermann fiel verletzt aus, Melkonyan rückte auf die Mitte. Und dann schlug die Stunde vom rosa Cowboy, Tobi Hoffmann, der zweimal in Folge aus absolutem Nullwinkel den Sohn von Weltklasse-Torhüter Sterbrik tunnelte. Wie sollte es anders sein...es war leider nicht das letzte Tor, das war den Gegnern vorbehalten. Also doch eine Niederlage kassiert. Was soll es.

Die männliche A-Jugend hat nach einer tollen Saison ein sehr schönes Turnier gespielt, man hat nur eine Niederlage hinehmen müssen. Wer hätte das im Vorfeld gedacht?!

Sieger des Turniers wurden im Übrigen die Schöneberger, welche auch über das gesamte Turnier mit ihrer fast ausschliesslich 92er-Besetzung das beste Team stellten.

Das Juniorteam hat sich und vor allem den Verein bestens in der Fremde präsentiert, besonders auch mit seinem Verhalten und Auftreten ausserhalb des Spielfeldes. Es gab von allen Seiten viel Lob und Anerkennung und man wünscht sich vom Aisrichter eine erneute Teilnahme am Jubiläums-IBOT 2012, wenn dann im 15. Jahr angepfiffen wird.

Das war er nun, der allerletzte Akt des Juniorteams 2010/2011. Danke an alle, die dabei waren und dieses Turnier so unvergeßlich gemacht haben. Danke auch an Dennis Wittkopf für die Unterstützung, Versorgung, die Nettozeit etc.!!!
Danke aber vor allem an die Jungs, die noch einmal so schönen Handball gegen solche tollen Topteams boten:
Darius Finck, Tobias Hoffmann, Artur Melkonyan, Martin Walther, Christian Untermann, Dennis Bläsche, Thimo Strehlow, Heiko Strehlow, Alen Hodzic und Cornelius Bartz.

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