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Polizei SV Berlin

- Handball in Berlin -

Sieger der Herzen - die aufrechten Sieben

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Sonntag 10.30 Uhr - Bahnhof Berlin Gesundbrunnen. Zwei Wochenendtickets. Zwei? Damit ist die erneute Krönung einer unrühmlichen Mannschaftsgeschichte bereits erzählt. Während sieben Spieler plus Trainer vergeblich auf den Rest warteten, reichten zum Auswärtsspiel nach Rostock also zwei Tickets. Und es konnten sogar noch Fremde mitfahren.

In Rostock angekommen wurden wir auch ganz schnell belächelt, mit was für einem Häufchen Elend von Mannschaft wir da angereist waren.

Doch genau hier wollten wir ansetzen. In der Kabine schworen sich alle Kampf bis an die Grenze.
Und es gab Kampf. Mit einer überragenden Abwehr, in der alle kämpften wie die Löwen und einem überragenden Christian im Angriff zogen wir sofort davon. In der altehrwürdigen Sporthalle Marienehe wurde es mucksmäuschenstill. Während sich die Rostocker nicht anders zu helfen wussten, als unsere Angriffsbemühungen mit Geischtsschlägen zu stoppen und dafür noch viel zu lasch bestraft wurden, wurde auf unserer Seite für jegliches Anhusten auf Freiwurf entschieden. Doch wir steckten nicht auf....bedingt durch doppelte Unterzahl gewährten die unterirdischen "Unparteiischen" Alfuth/Peters aus Stralsund und Stavenhagen den Rostockern eine Ergebniskosmetik von 4:9 auf 9:10. Erstmals in dieser Spielzeit gingen wir mit einer Führung in die Pause. Sollte es etwa das Wunder von Rostock geben???

Halbzeit zwei verlief nach ähnlichem Muster. Nur dass langsam unsere Kräfte schwanden. Aber die Führung nicht. Dann die spielentscheidene Szene: Christian wird rüde umgesprungen vom völlig unbeweglichen und dezent über dem SportlerBMI liegenden Linkshänder der Emporgilde. Entscheidung der Schiedsrichter: 3. Zeitstrafe = Rot!!!
In Stadien wie der Arena auf Schalke wäre mit Sicherheit spätestens jetzt das Sicherheitspersonal zum Einsatz auf der Tribüne gekommen. Wie gut, dass wir keine Fans dabei hatten. Also 13 Minuten in Unterzahl das Spiel zu Ende spielen. Logischerweise übernahmen die Rostocker jetzt die Führung, aber selbst in Unterzahl steckte niemand auf, Konni quälte sich mit Krämpfen über das Feld. Nur die Herren in gelb...äh....also die Unparteiischen, also sagen wir ruhig die an den Pfeifen (was man mit anderem Satzbau jetzt noch alles schreiben könnte) hielten dagegen. Statt Tor und Zeitstrafe gab es Abwurf. So kam es, wie es kommen musste. Die aufopfernd kämpfenden PSVer, welche sich von dem unsportlichen Verhalten ihrer eigenen Teammitglieder nicht runterziehen liessen, waren um den Lohn ihrer Arbeit gebracht worden. Aber für mich als Trainer ganz klar die Sieger der Herzen.
Danke an die, die mit dabei waren und mit Sicherheit noch in Jahrzehnten von diesem 7. März und den aufrechten Sieben erzählen werden. Zumindest hatte das Abgeben von Johann Finck für das Herren Spitzenspiel den gewünschten Effekt. Wenn nicht....ach lassen wir das...Danke Jungs! Und...die Mannschaftskasse hat die Mannschaft von heute zu Recht geleert ;)

Unti

D. Finck; Wohler (4), Bartz (3), Bittrich (2), T. Strehlow (3/1), Walther (4), Untermann (7/4)

Charakter

Mir kommt da der Spruch der III. Männer vom 13.10.2009 in den Sinn:

Miteinander Siegen macht Spaß - miteinander kämpfen verlangt Charakter!

Viele Grüße
Euer Fan Jörn